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AmeisenBlog...

Do

12

Okt

2017

Berittene Wegelagerer, Freischärler, Raubritter

Blog N°29

 

 

MEIN BESUCH BEI DEN WEGELAGERERN...

Abschlussbericht zur Lesung im „SCHNAPPHAHN“

-  Dresdener Str.14 – SO 36

 

 

 

 

 

Kurzfazit: Wohl einer meiner besten und denkwürdigsten Auftritte – EVER...!!

 

 

 

Der Laden war pünktlich zu 21:11 proppenvoll, als wir etwa gegen halb Zehn doch endlich begannen, und nachdem mein Veranstalter, Hauptmentor, Freund und Bro, Erik Steffen sein Loblied auf mich zur Einführung verbreitet hatte, gehörten die folgenden geschätzten eineinhalb Stunden alleine mir.

 

Zunächst noch mit der gezähmten Ameisenversion, aus dem Ameisenbuch, aber darauf, worüber ich mich besonders auch schon im Vorfeld freute, gefolgt von einigem Scheiß der ungezügelten & wilden Arschmeise. So kamen noch zum (Test-)Vortrag, SCHEISSHAUSFLIEGEN und der Großteil aus den Arschloch-Monologen ... !!

 

Bevor dieser Abend aber, der für mein Empfinden kein normaler Leseabend mehr war, sondern schon fast, letztlich auch durch die im Anschluss großangelegte Verlosung der Give-Away-Tüten, eher einem Event glich, dann leider gänzlich zu Ende ging - an dieser Stelle unbedingten und herzlichen Dank an Axel, dem Fake-Billett Verteiler, und an Carmen, der grandiosen Lottofee - gehört nun mein ungebrochener Dank EUCH, dem Publikum, denn ihr habt mit eurer ungebremsten, ausgelassenen Freude erst die Art von GUTER ENERGIE geschaffen, die mich zu Bestleistungen trieb und wo plötzlich selbst die „Freie Rede“ quasi zum Klacks wurde.

 

Es gab an diesem Abend aber noch, zusätzlich, zwei wundervolle erste Male, wobei mir schwer fällt zu entscheiden, welches besser törnte. Einmal bekam ich irgendwann, nach dem sogenannten „Pflicht-Applaus“, und ich glaube sogar erst nach der Verlosung, wie auch immer, bekam ich an diesem Abend einen tosenden Zusatz-Beifall, womöglich standen alle dabei, weiß gar nicht mehr genau, aber dafür weiß ich noch ganz genau, dieses Klatschen schien EWIGKEITEN anzudauern und wurde immer stärker und stärker. Gleichgültig, ob nur deshalb, weil Unermüdliche weiter nach Zugabe brüllten und übertönt werden sollten, scheißegal, denn es treibt mir selbst gerade, beim Schreiben, immer noch eine fette Gänsehaut über und über...

Doch mindestens genauso schön waren im Nachhinein die mehreren persönlichen Danksagungen, und dass ich Ihnen durch meinen Vortrag den ganzen beschissenen Tag „GERETTET“ hätte... ich könnte heulen... dagegen verblasst doch selbst die Zeichenbelastete Zylindereinnahme von 66€... ODER...??!

 

Für mich bleibt jedenfalls der 10.Oktober 2017 für alle Zeiten unvergessen!!

 

MERCI – THX – DANKE

 

 

 

 

©12.10.2017 by Ameise

 

 

Mi

09

Aug

2017

Fick Dich Zeitverschwendung

BLOCK N°27

 

FICK DICH ZEITVERSCHWENDUNG

 

 

 

 

 

In letzter Zeit musste ich verdammt viel nachdenken, brutal viel, wobei an einem Strang dabei heraus kam, nämlich dem allgemeinen Allgewaltenstrang, dass Menschen wirklich SCHEISSE sind, aber so richtig Scheiße, und das auf eine so perfide und obszöne Art und Weise auch noch, dass mir echt die Worte fehlen. Das, was sie immer so pompös und mitreißend Liebe oder noch viel schlimmer LEBEN nennen, ist doch im Grunde, zumindest flächendeckend auf die sogenannte zivilisierte Welt bezogen, nur ein einziger Scheißdreck und in den meisten Fällen sogar lediglich pure Zeitverschwendung.

 

Zu denen ich mich auch zähle, zu den Zeitverschwendern, oder besser, zählte, denn ich habe beschlossen, diese Mauer ewigen Einerleis mit Bravour zu durchbrechen und der Zeitverschwendung den Garaus zu machen, in dem ich einfach, soweit es in meiner Macht steht, alles unausweichlich Gebotene und die vielen Gebote versuche zu Ignorieren oder sogar salopp darauf zu scheißen...   dieses ganze elendige Getue Untereinander, in den Familien und so weiter, gesellschaftliche oder Social-Media Zwänge, ich mache einfach nicht mehr mit und ich spiele nicht mit, Feierabend...   lieber versuche ich vermehrt mich zu finden, indem ich mich mit irgendeinem Scheiß auseinandersetze, der mir gerade im Kopf rumschwirrt und den vielleicht auch direkt umsetze. All die kleinen und großen verrückten Gedanken.

Sitze ich beispielsweise in der Küche in meinem Reiseabteil, kiffe ein wenig und fahre in meinem Abteil los, auf große Reise – und wenn dann im Hirn ein HEUREKA droht, kann ich ad hoc aufspringen, muss nur zur Küche raus, zwei Meter rechts, und bin schon im Heimwerker-Bastelfredl-Paradies. Perfekt. So hatte ich es mir eigentlich schon immer gewünscht. Dank oder trotz undankbarer und unsäglich widriger Umstände muss ich inzwischen jedoch gestehen, bin ich näher dran den Je. Auch wenn es alles hätte auf endlos angenehmere Weise entstehen können, bin ich trotzdem jeden Tag auch dankbar dafür, dass vieles so ist, wie es ist.

Ich meine damit in erster Linie Sachen wie, dass ich mit meiner Schreiberei so wie eine Bombe einschlagen konnte, so dass selbst das Amt der Meinung war, ich müsse unbedingt weiter machen und es als echte Chance anerkennt, dass ich eines Tages mich selbst damit versorgen könnte. Noch reicht der Buchverkauf noch lange nicht, was nach über fünf Jahren das Amt auch langsam anpisst, dennoch lassen sie mich weiterhin gewähren, woraus sich nebenher ja auch noch ergibt, dass ich seither ein verdammter offiziell anerkannter scheiß Künstler bin. Was so genial ist. Denn ich mache zwar irgendwie nach wie vor immer noch was ich eh und je so trieb, nur dass jetzt jeder Kackhaufen kein Kackhaufen mehr ist, sondern entweder pure Kunst oder zumindest als kunstvoll gemachter Kackhaufen gilt...   Das eröffnet so dermaßen viele neue Möglichkeiten, die ich alle gedenke mit Vorsatz zu Entern, bis ich eines Tages das richtige Mittel fabriziere, was euch scharenweise die Moneten, wie mit Magneten, aus der Tasche ziehen wird.

So simpel und einfach der Plan auch klingt, erweist sich das Handicap bei der Umsetzung. Doch andererseits waren bei mir persönlich schon ewig nicht mehr so viele Nenner passend. Also Umstände, die schon fast danach schreien, Aaalter, komm mal endlich aus dem Knick, du Lusche!

 

Aber zuerst mach ich noch die Wohnung schön, denn komme ich auch nur aus einer klitzekleinen Punkrock-Höhle, residiere ich doch nun jetzt eher in einem angemessenen Punrock-Palast! Irgendwelche Einwände? Nö?! Na gut! Und wer bin ich schon, dass ich mir noch länger widerspreche. Außerdem, nach dem ich mich erst kürzlich selber auf Facebook heiratete, weil ich einfach nicht mehr anders konnte, als diesen geilen Typ vom Fleck weg an mich zu binden, bin ich ja nun auch in der Pflicht für meinen „Partner“ volle Kanne mein Bestes zu geben, und mich ohne Ende zu Verselbstverwirklichen, bis meine Kunstfigur ein eingetragenes Warenzeichen wird, jepp, ein R im Kreis, ein ®egistrated, was auch schon lange Zeiten all mein Begehr ist.

Immer nach dem Motto, wer mehr macht, lernt mehr, was wiederum mehr Macht macht und was dann von den Bescheidenen dieser Welt zur Maximierung ihrer persönlichen Freiheit genutzt werden kann, also zur Schaffung des nötigen Raumes, um so wie du bist sein zu können. Alles andere kann doch nur ein verfickter Witz sein, was man uns sonst immer zum Sinn des Lebens so erzählte. Dieser ganze abgefuckte Arbeitswahnsinn und Dahinvegetierirrsinn. Um am Ende sabbernd abgeschoben zu vergehen. Super.          

Auf jeden Fall verschafft einem diese von mir nun angestrebte Lebensweise eine Menge Befriedigung, Selbstbestätigung und so weiter, eben lauter solch positives Zeugs...!!

 

Und nun müsst ihr euch einmal vorstellen, was die Erde doch für ein abgefahrener Ort sein könnte, wie cool wir alle miteinander sein könnten, wenn einfach nur die gesamte Welt ein bisschen mehr wie ich wär, dann wäre das Miteinander allerorten durchgehend chillig und cremig, und auch kein Kiffer müsste jemals wieder scheiß Pott rauchen müssen. Aber ich will und würde nicht der Präsident des Ganzen sein wollen, vielleicht irgendwann mal eine kleine Statue, so in Gedenken daran, was ich für ne geile Sau war...   Ja, nicht schlecht, das wäre mir recht...!!

 

 

 

 

©09.August2017 by Ameise

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Mo

07

Nov

2016

Forever 36 ... !!

Blog N°26

 

 

 

 

 

FOREVER 36

„QUASI EINE LIEBESERKLÄRUNG“

 

 

 

 

 

Wir schreiben das lausige Jahr 1977, als ich, bei ebenso vorherrschender Winterkälte, von der Belegschaft des schon seiner Zeit berühmt berüchtigten SOUND, der schlechthin besten Diskothek (EVER), angehalten wurde meinen Status zu legalisieren.

Denn als 13 jähriges Bübchen die Nächte dort im SOUND abzuhängen war nur das Eine, aber noch etwas ganz Anderes prägte jenen Umstand, weil natürlich dort ständig Bullen angeschissen kamen, auf der Suche nach Trebekids oder sonstigem Scheiß, und ich inzwischen auch schon eine ganze Weile alleine unterwegs war, weit, weit weg, abgehauen aus der Sicherheit meines damals verhassten Elternhauses.

Als annehmbaren Kompromiss, denn zurück nachhause oder in ein Heim kam für mich gar nicht in Frage, wurde mir somit vorgeschlagen in eines der besetzten Häuser zu ziehen. Ich hatte keine Spur einer Ahnung was das heißen sollte, jedoch bedeutete es für mich, weiter „alleine“ bestimmen zu können und den Bullenstress loszuwerden.

Die ersten beiden Häuser, die in den Siebzigern in West-Berlin besetzt wurden, waren zuerst das Georg-von-Rauch-Haus und kurz darauf das Tommy-Weissbecker-Haus. Beide Traditionshäuser existieren bis Heute, und da ich schon als kleiner Pups ein begeisterter Kiffer war, fiel mir auch die Wahl für das Rauch-Haus überhaupt nicht schwer. Fand ich eher zwingend logisch sogar. Aber Fuck. Das war eine derart und gänzlich andere neue Welt, die mich dort erwartete. Ich weiß noch genau, wie es sich zwischen den 50 Irren anfühlte, als ich dort zum allerersten Mal aufschlug, abends zur gemeinsamen Essenszeit. Doch wurde ich ganz schnell ein begeisterter Anhänger von Allem.

Politisch entschied ich mich direkt für das A im Kreis. Demos. Schwarzer Block. Bullen klatschen. Allgemeine Randale. Gesellige Kifferrunden und die Freiheit der freien Entscheidung, wie sie hier einem verpeilten Dreizehnjährigen zugestanden wurde, war nicht nur einfach beispiellos, sondern traf meinen Nerv so perfekt, sodass ich geradewegs bis 42 voll Wilder Junge blieb.

Walter vom „Ele“ am Heinrichplatz war jede Nacht unsere Anlaufstelle für Biereinkäufe. Überhaupt war der Ele (Zum Elefanten) eine der ersten Kneipen, in der wir willkommen waren. Denn wir sind anfangs ganz klar Eindringlinge gewesen. Der überwiegend in Kreuzberg ansässige Arbeiteranteil beäugte uns misstrauisch. Aber es gab nie Stress. Irgendwann gewöhnte man sich einfach aneinander.

Der Mariannenplatz war noch ein plumper Grashügel mit Bäumen hier und da. Am Heinrichplatz gab es den, oder einen der ersten Döner. Kotti war noch kein Junkietreffpunkt. Mariannen/Ecke Skalitzer gab es statt eines spritzenverseuchten Miniparks noch einen Schrottplatz. Und da ich nun auch wieder polizeilich gemeldet war, am Mariannenplatz 1a, in 1000 Berlin 36, durfte ich die Nächte auch wieder sorglos im SOUND durchfeiern.

Das Leben fing an super zu werden. Meine Laufbahn als durchtriebener Hallodri nahm seinen Anfang und ich begann mich unsterblich zu verlieben. In mein SO-36.

In mein Kreuzberg. Kreuzberg 61 dagegen war noch nie Kreuzberg. Redet ein Berliner von Kreuzberg, meint er immer Kreuzberg 36. War so und wird auch sicher so bleiben. Trotz Veränderungen. Alles durchläuft einen starken Wandel. Aber die Liebe zu 36 bleibt bestehen.

Doch nicht nur mein Bezirk verändert sich unangemessen, sondern ebenso der einzelne Mensch, Tiere und Gesochse. So wurde aus familiären Gründen 2013 beschlossen, mein offizielles Alter auf 36 festzumachen. Was, wie ich finde, auch eine nette kleine Anspielung darauf sein könnte, dass ich einfach irgendwann „hängen“ geblieben bin, worin sich sicher so einige Einig sind.

Worauf ich am Ende nun hinaus will, sollte inzwischen eigentlich völlig klar sein, oder ...

 

Fickt Euch Ihr Spießer

For Ever 36 !!

   

 

 

 

©06.11.2016 by Ameise

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Di

25

Okt

2016

WELTLITERATUR SELBER BASTELN

Blog N°25

 

 

 

„GROSSE WELTLITERATUR

                                ZUM SELBER BASTELN“

 

 

 

 

 

Eines schönen Tages, beinahe kann man wohl sagen, wie sollte es auch anders sein, schaute ich wieder einmal eine Dokumentation. In diesem Fall eine über den allergrößten Autor aller Zeiten, mit rund vier Milliarden verkaufter Bücher, darunter über 30 Bühnenstücke, und, und, und ...

Dieser jene Knabe allerdings, von dem ich hier rede, und an dem sich bis Dato wissenschaftliche Geister noch immer scheiden, ob es diesen überaus begabten Wunderknecht überhaupt je gegeben hätte und ob er somit reine Fiktion oder lediglich „Namensgeber“ wäre, scheint zwar nach wie vor ungeklärt, aber ich Rede natürlich trotzdem von ihm, von dem einzigartigen großen „Shakespeare“.

Seines Zeichens eben nicht nur erfolgreichster Schreiberling EVER, sondern laut Dokumentation „angeblich“ auch der mit Abstand wortgewaltigste aller Zeiten. Dazu wurden wohl als Basis jegliche Werke seinerseits untersucht, um die 40(?) an der Zahl, inklusive seiner Italienischkenntnisse etc.pp., und daraus ein statistischer Wert errechnet, der sich laut der von mir geschauten Doku bei 21 Tausend bewegen soll, jedoch laut Wikipedia nur bei ca. 17 Tausend verschiedenen Worten liegt, mit denen sich dieser kleine Shaker auszudrücken vermochte.

 

Na Mann, da mir sowieso von jeher Zahlen irgendwie liegen, und auch mein Ego schon stets aufgeblasen genug war, erfragte ich umgehend bei meiner computertauglichen Quelle die Möglichkeit, solch ein schwülstiges Ergebnis auch für das AmeisenBuch zu generieren ...(!!) - und wirklich, verdammt, fand sich tatsächlich eine Software im weltweiten Web, die das bewerkstelligen konnte. Was mich somit nun in die aktuelle Lage versetzt, nicht nur das Buch als eine Art „Bausatz“ verschenken zu können, sondern zudem natürlich auch, in Form eines ungefähren Wertes, mehr über mein schreiberisches Grundvermögen zu erfahren.

 

Heraus kam dabei diese bescheidene Liste auf 579 Seiten. Zwar finde ich leider grad die entsprechende Datei nicht, aber insgesamt besteht, wenn ich mich recht entsinne, das AmeisenBuch aus über 180.00 Worten, und davon aus 23 Tausend verschiedenen Einzelworten ... !!

Bumm. Das sah doch direkt im ersten Augenblick schon so aus, als hätte ich womöglich ein paar Tausend Worte mehr drauf, als der Allergrößte von uns Allen.

Na gut, bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass in dieser Liste einige Worte auch doppelt und dreifach aufgeführt werden, da diese Software Groß- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt, somit hat etwas Fleißarbeit bisher ergeben, dass geschätzt mindestens 2-3 Tausend Worte noch vom Wert abgezogen werden müssen – denn an einer genaueren Bestimmung, ohne jedoch 579 Seiten per Hand durchzuackern, wird gearbeitet, kann sich also nur noch um Monate handeln, bis wir es  GANZ GENAU wissen. HeHe.

Trotzdem käme dann wohl immer noch ein Wert zustande, der mich irgendwo zwischen 3000 Worten mehr oder wenigstens Gleichstand einpendeln würde.

 

Okay, sicherlich wird es direkt studierte Sprachheinzel-Fachkräfte geben, die jetzt in diesem Moment hysterisch ihr Veto fordern, wenn ich die ernsthafte Frage aufwerfe: „Bin ich womöglich echt so gut, oder sogar noch besser, als jener hochgeniale Überflieger „William Shakespeare“...??

 

Verdammt provokativ die Frage, was, aber da frage ich mich doch unweigerlich als erstes, ob der „Shaker“ auch erst posthum seine immensen Erfolge auf Wolke Sieben feierte, oder warum kann ich noch nicht einmal einen bescheidenen Hatz-IV-Standard von meiner „Weltklasse Literatur“ bestreiten...??

 

Tja, ich sitze gerade wahrscheinlich zum letzten Mal draußen dieses Jahr, vor der Rock’n’Roll-Herberge, so scheiße durchgefroren wie ich nun bin, und werde jetzt aus eben diesen Gründen zum Ende finden.

Keine Ahnung, ob andere Autoren oder sogar Shakespeare selbst, jemals ihre großen Werke auch als Bausatz angeboten haben, daher, vielleicht zum allerersten Male, Machwerke großer Weltliteratur zum selber Stricken...

 

„DAS AMEISENBUCH – ANTartet in Berlin“

 

 

 

 

 

 

©25.10.2016 by Ameise

Weltliteratur Selber Basteln
Zum Ergötzen, Staunen, Ärgern oder sich einen "Kopf" machen ...
(Verbesserte Version - Under Constraction)
Sprachschatz AmeisenBuch.pdf
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Fr

14

Okt

2016

GÖTTERDÄMERUNG ant METAL

Blog N° 24

 

 

 

30th ANNIVERSERY

 

of  GÖTTERDÄMMERUNG ant METAL

 

oder:    "Nie wieder ohne meine Double-Bass"

 

 

 

 

 

1986... im flauschigen Frühjahr meines verfickten Entlassungsjahres, vor nun mehr ziemlich exakt 30 Jahren, begann für mich ein völlig neuer und einschneidener Abschnitt meines Alltags, nämlich täglich aus dem Knast heraus draußen zur Berufsschule zu gehen. Als ein sogenannter Freigänger. Nach der Schule aber, in Kreuzberg, begegnete mir damals dafür mehrfach eine recht angenehm durchgeschobene Punkette. Zwar meist nur kurz auf den Straßen rund des Oranien-Highways, doch dafür niemals ohne jeden Zweifel daran, bald zu verzweifeln, wenn sie es nicht endlich schaffte, eine ganz bestimmte Musik-Kassette für mich einzustecken – ein selbst bespieltes Tape. Denn immerhin hatte sich inzwischen schon der Walkman im Alltag durchgesetzt und man wurde nicht mehr mit Stöpseln im Ohr misstrauisch von Bürgern beäugt - zudem meine ich mich zu erinnern, dass jene Dame wahrscheinlich auch meinem Beuteschema entsprach, wie fast alles was zu jener Zeit nicht schnell genug auf dem Baum war, jedoch fehlten mir schlichtweg die Möglichkeiten.  Alleine dieses jeden Tag immer wieder zum Kacken & Knacken in die Kiste zu müssen. Dann auch noch freiwillig und pünktlich wie die scheiß Nazis. Voll zum Kotzen. Auf ganzer Linie gänzlich grauenvoll. Total irrrealer Scheiß.

 

Das nette schrille Fräulein schien immerhin ihrerseits ganz überzeugt davon, ob ihrer (heiligen) Mission selbstüberspielte Tapes zu verbreiten, so glaubte sie fest, dass ich mir unbedingt einmal diese neue Band anhören müsse - nach ihrem Willen sogar am Besten umgehend. Dass dadurch aber auch im Handstreich meine gesamte Musikwelt total auf den Kopf gestellt würde, konnte da noch keiner ahnen, außer dieser verrückten „Wahrsagerin“ vielleicht. Allerdings nachdem ich das Tape irgendwann doch bekam, sollte in mir wider persönlichen Geschmackes so etwas wie ein nigelnagelneues Musikverständnis erwachen - eine gänzlich Neue aber auch „leicht“ gewöhnungsbedürftige verrückte neue Welt aus krassen Tönen und abgefahrensten Beats begann in mir Wurzeln zu schlagen.

Obwohl ich auch ehrlicherweise Eingestehen muss, dass mir Anfangs kaum mehr als nur zwei mickrige Stücke richtig gut gefielen. Von zwei Scheiben! Ihren beiden Ersten. Dennoch spielte ich ständig dieses Tape in dem alten buckeligen High-End-Walkman rauf und runter.... !!

Nur was geschah da bei mir? War es eine von übermäßig missionarischer Euphorie überzogene Dreingabe einer ansonsten nett- und wohlgesonnen Vollirren...(?)   oder womöglich nur eine Art von perverser Masoscheiße...(?)   oder „musste“ ich es mir einfach immer wieder und wieder reinziehen, dabei teilweise von solch fassungsloser Ungläubigkeit beseelt, darüber, was schräge Typen mit harmlos wirkenden Instrumenten alles anzustellen vermochten. Allerdings bekam ich im gleichen Augenblick auch den stark intuitiven Impuls, wie Anders dieser neue Scheiß tatsächlich war, wie derbe und krass, und dass sicherlich noch große Veränderungen bevorstünden.

 

Naja, viel Blabla....

 

Doch was sich heute überhaupt nicht mehr leugnen lässt, ist die verdammte Tatsache, über den Beginn einer aufsteigenden Götterdämmerung - (falls ich den Begriff hier überhaupt richtig gebrauche!?) - Denn in der Vergangenheit gab es für mich im Schlagzeughimmel immer nur Platz für einen Gott, natürlich für den grandiosen großen Autodidakten „Ian Paice“ von DEEP PURPLE. Somit stellte mal für mich diese Deep-Purple-Diva schlechterdings das höchste Maß aller geklopften Tatsachen dar – worin selbst meine Feinde einig waren!! Alleine nur sein Soli bei The Mule auf der Made In Japan, purer Wahnsinn, und das schaffte der alles ohne Lehrer oder auch nur eine einzige Note zu können. Klar, dass bei mir darauf ebenso galt, nur mit Prädikat „Selbstbeigebracht“ konnten gute Vitas für Rockstars aussehen, ein absolutes Nachahmungsmuss. Keine Lehrer. Keine Notenberge. Ich habe diesen Scheiß geliebt. Allerdings plötzlich taugte mein alteingesessener Gott höchstens noch zum Götterboten, für den schon bald eines deutlich wurde, der alte Mann hatte ausgedient. Verdrängt auf Platz Zwei. Denn jener besondere Trommler, dieser neuen Combo, war nicht nur mein Jahrgang. Nein, ... er spielte... wie sag ich es am Besten ... ich glaube, er spielte geradewegs aus den zugeschissenen Winkeln der tiefsten Abgründe meiner vollends verkommenen Seele – oder wie auch immer ihr dieses kleine halblebige Ding zwischen Erde und Himmel nennen möchtet. Trotzdem sich mir der Sound nach wie vor etwas schleppend erschloss, konnte ich ebenso wenig leugnen, dass dieses ehemalige Tennisjüngelchen aus Skandinavien ganz genau so trommelte, wie ich fühlte - und wie ich es direkt auch gerne gewollt hätte.

 

Ich lauschte von nun an immer andächtiger seinen Beats, als würde ich in einer abgefuckten Bibel lesen oder so. Vielleicht war ich vorher ja sogar schon länger auf der „Suche“ nach diesem coolen Motherfucker gewesen. Jedenfalls endete damit jegliche unterbewusste Suche – Endete im absoluten Rausch meines auf Links gedrehten Musikhorizonts.

Obwohl es gleichzeitig bedeutete, einer spontanen Selbstentzündung gleich, meine gesamte musikalisch altehrwürdige Punkrock- und Hardcore-Welt zu Grabe zu tragen. Die ganzen alten Sachen klangen plötzlich für mich kaum noch anders als seichte Schlagerkacke, gegen das was die vier langhaarigen Bubis aus Kalifornien durch die Boxen hämmerte. Es war so hart, so schnell und trotzdem durchsetzt von melodischsten Läufen, mit ganz aberwitzigen Breaks und geilen Tempiwechseln, und dabei auch noch durchweg unterlegt von dieser so abartig bösen DoubleBassDrum, die mit solch einem Druck daher kam, dass es einem augenblicklich den Beutel nach Innen trieb...

 

Diese Jungs waren einfach der absolute Hammer, pures Gold, und begründeten meinen Entschluss zu Konvertieren. Zu einem neuen Glauben. Zum Heavy Metal und seinen lebenden Stellvertretern auf Erden ... fuck ... verheißen und verehren sollt ihr ihren Namen, und dieser lautet für immerdar – METALLICA - ja...!!

So denn preise ich seither meinem Herren und Gelösten, dem Trommelgott, dem Einzigen und Wahren, diesem nicht mehr das Wasser zu reichenden Doublebassdrumgenie mit dem völlig unspektakulären Namen, Lars Ulrich ... !!

 

Da es das absolut Abgefahrenste war, was ich und andere bis dahin je hörten, musste ich schließlich auch zwangsläufig dem Ganzen verfallen. Ist doch Ehrensache. Wie eine Art Naturgesetz steht darum fest, seit verfickten DREISSIG JAHREN bete ich unverfroren zu METALLICA, explizit Lars Ulrich!  

 

Doch um den Deckel richtig dicht zu machen, möchte ich noch eine hochaktuelle Randbemerkung verkünden, nämlich dass ich vor Kurzem wieder anfing mich alten Süchten hinzugeben. Es zwickte und zwackte schon seit Jahren massiv. Ein stillschreiendes Verlangen direkt aus dem unterirdischen Sumpf meiner Selbst.

So würde ich zu gerne wieder mal mit von Rimshoots blutig gehauenen Fingern so wild und hart auf die Schießbude einhacken, bis einem bei jedem Beckenabschlag die Splitter der sich auflösenden Sticks wie scheiß Geschosse um die Ohren fliegen.

Nägel mit Köpfen, stand daher irgendwann im Programm einer meiner ToDo-Listen, weshalb ich vor Wochen spontan zu einer Probestunde der Drum-School Berlin bin.

Richtig extrageil an dem Laden ist jedoch nicht nur der echte 24/7 Zugang zu Übungsräumen, wovon sogar einer zusätzlich mit Gitarren-Amp bestückt ist, um sich eine Begleitung mitbringen zu können, doch der Oberflash sind die  großen nicht vernagelten Fenstern. Mein Lieblingsraum, im 3.Stock, hat seinen Ausblick auf einen kleinen Fernbahnhof. Sehr Idyllisch. Besonders des Nächtens. Wenn es im ganzen Hause totenstill ist, wenn du auf 5 Etagen und von über 90 ÜbungsRäumen der Einzige bist, der dort seine Rudiments in die Stille klopft, mit Fensterblick auf Sterne und Lampen. Hat echt etwas besonderes.

 

Nun ist wohl alles klar, ihr liebevoll Irren und Mitverschwörer, oder...

Denn nachdem die Lesungen es schafften, dass ich meine nervige Bühnenphobie verliere, könnte jetzt doch sicher ALLES passieren ... (!!)

 

HAVE A NICE WEEKEND – EUCH ALLEN

 

 

 

©13.Oktober 2016 by Ameise

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Mo

03

Okt

2016

OFFEN & EHRLICH

Blog N°23

 

 

„OFFEN & EHRLICH ...!!“

 

 

Persönliche Gründe halten mich seit Monaten quasi gefangen, und somit auch davon ab, mich um jegliche öffentliche Präsentation zu bemühen. Garniert wird noch mein Ausflug als Eremit in die nichtdigitale Wüste, durch die ständig wechselnden Ausfälle meines „Handapfels“. Doch mal im Ernst, und by the way; ganz gleich, wie sehr mich ursprünglich auch einmal dieser ganze verfickte Apple-Hype angekotzt hatte, doch nachdem ich von Gönnern vor Jahren komplett mit Apfelprodukten ausgestattet wurde, kann ich mir inzwischen „leider“ nicht mehr vorstellen, irgendwelche Ersatzprodukte heranzunehmen, weshalb ich wohl noch ewig mit einem kaputten Handy rumrennen werde, wenn nicht endlich bald mal ein fetter Arsch voll von Büchern vertickt würde. Doch dazu später. Knick. Knack. Zwinker. Zwinker.

 

Soweit zur Einführung, doch da sich das Leben nicht nur um mich oder die Faultierpflege dreht, sondern mittlerweile auch ebenso um Euch, um all jene, die sich immer wieder gerne oder sogar begierig reinziehen, was dieser völlig Irre jetzt schon wieder verzapft hat, kam ich zu dem charmanten Schluss, dass ihr es allemal verdient habt, dass ich endlich wieder aus dem Arsch komme, um meinen verdammten Schreiberling-Pflichten nachzukommen. Also hier nun der verkackte Scheiß, der mich nun seit Monaten schon schwer beschäftigt, oder besser, brutal quält ...

 

Wer kennt das nicht, man hat so im Idealfall seinen kleinen kuscheligen Kreis von vertrauten Seelen, mit denen man sich gerne umgibt und abgibt, doch wehe es käme eines beschissenen Tages einmal ganz besonders darauf an, von irgendwem bestimmten Support zu erhalten oder das man auf irgendeine andere Art und Weise darauf angewiesen ist, dass irgendwer bedingungslos und vollständig hinter Dir steht. Meiner abgefuckten Erfahrung nach – Peng - schon angeschissen, aber glücklich, wer dann bei 50 Leuten noch zumindest auf ein bis zwei zurückgreifen könnte.

Das allein wäre doch schon ein derart übler Zustand, aber machte man sich dazu auch über die Tragweite so seine Gedanken, käme man, oder komme ich, auf nicht mehr wirklich übermäßig viele lebenswerte Szenarien, sogar eher im Gegenteil, umso mehr ich in meiner Menschwerdung wachse oder vielleicht sogar auch meiner „Menschwerdung“ entwachse, desto weniger verstehe ich diese. Den abgefuckten Menschen per se, und mal ganz ehrlich, desto weniger Verständnis habe ich daher auch für Menschen.

Was ich leider ganz klar genau so sagen muss, wenn ich kein Blatt vor den Mund nehmen will. Was ja auch gar nicht ginge, da ich auf dem Rechner schreibe.

Sie verstehen schon.

Aber das Andere vielleicht noch nicht so richtig. Ich will weder irgendjemanden anprangern, selbst wenn es bei einigen echt tierisch in den Fingern jucken würde, doch gibt es da immer noch einen riesigen Unterschied zwischen einfach nur vom Leben angemüdet und abgefressen zu sein, auf Grund zutiefster Enttäuschungen oder dem erbärmlichen Dasein eines lebensmüden Blödmanns. Obwohl mein Gemütszustand wahrscheinlich am Besten mit komplett Angepisst beschrieben ist. Ich finde es einfach unfassbar, dass scheinbar nur oberflächlich geschäftliche Beziehungen über Jahrzehnte erfolgreich verlaufen können, jedoch nahezu alles andere, was auch nur um Schamhaaresbreite den privaten Rubicon überschreitet, im Endeffekt und über kurz oder lang im Sande verläuft.

 

Ohne jede scheiß Ausnahme, wie es scheint. Ob Bekannte, beste Kumpels, Behörden, Ärzte, Freunde oder die Familie. Da wird erzählt und zugesagt, im Himmel ist Jahrmarkt, gelogen und betrogen, hintergangen und gestohlen, bis hin zum Rufmord. Alleine aus kleinlichen Befindlichkeiten oder egomanisch verwirrtem ewigen Nachtragens, ob offensichtlich über kaum zu leugnenden pathologisch motivierten Wahnsinns oder einfach nur aus dem Klassiker, durch beschreiten des scheinbar leichtesten Weges. Einige davon vielleicht sogar nur um sich durch gegebenes Vertrauen niederträchtig wie auch immer zu bereichern, während Andere möglicherweise gar nicht erst wissen was sie da tun, egal, denn die Schmerzen sind die Gleichen.

 

Was sagt ihr spontan dazu. Das ist Normal? So ist eben das Leben! Aber ganz ehrlich. Genau den gleichen Scheiß habe ich auch einmal geglaubt. Sogar vehement propagiert. Immer nach dem Motto: „Never Trust A Hippie!“ In den Achtzigern waren es dann ähnliche Laberidioten, die Alternativen und Wessis. Wie auch immer. Irgendwann verschob sich jedoch bei mir beinahe zwangsläufig der Horizont. Je mehr man mitbekommt und lernt, je weniger lässt sich der ganze blaue Dunst und heuchlerische Kram ignorieren, von dem wir alle ausnahmslos umgeben sind. Frei nach der bekannten alten Handwerkerweisheit, wo gehobelt wird, da fallen Späne. Egal ob man es nun im ganz großen Maßstab betrachtet oder nur im allerkleinsten persönlichen Rahmen. Verdammt. Aber mir kommt es manches Mal beinahe regelrecht so vor, als würde irgendeine abartige kosmische Olympiade stattfinden, in der es nur darum ginge, mich auf die schnellste und derbste Weise zum Ficken über einen scheiß Stuhl zu schmeißen. Wobei die Meisten noch nicht einmal so höfflich sind und extra eine Tube Vaseline dafür kaufen. Was mich tierisch ankotzt. Genauso wie der Umstand, durch Anwenden des für mich klar überbewerten Offen & Ehrlich-Prinzips, überhaupt erst dem Ganzen Tür und Tor geöffnet zu haben.

Ehrlich währt am Längsten,  scheint sich geradezu lächerlich als pure Phrase zu entpuppen, da schließlich die meiste Kacke ohne gewisse Vertrauens- oder Sympathievorschüsse gar nicht erst möglich gewesen wäre.

 

Allerdings habe ich genauso wenig Bock, als verblödeter Trauerkloß zum Zombie zu werden, oder zum Ein- oder Anscheißer zu mutieren, genauso wenig, wie so ein verblödetes Opfer zu enden, was absolut niemanden mehr Vertrauen kann oder so. Ist echt Kacke, der ganze Scheiß, was. Dabei habe ich noch gar nicht damit begonnen, meinem ungläubigen Staunen Ausdruck zu verleihen, das mich jedes mal ereilt, wenn ich beginne über hohe Politik, Konzerne oder dem allgemein akzeptierten (fucking) Way of Business as usual zu postulieren. Klemme ich mir heute auch.

Aber was bleibt ist mein kleiner privater Space, und in dem herrscht ein unerbittlich schlechtes Ergebnis, nach der großen Kosten-/Nutzen-Rechnung, dessen Übel an der Wurzel mit dem traurigen Fazit endet: „Selber Schuld, wenn Du Offen & Ehrlich bist!“

 

Jedoch - kann es das wirklich sein? Ist das echt Alles? Vorbilder ebenso abgehakt und jetzt lediglich die scheiß Ärmel hochgekrempelt und weitergemacht, bis der nächste Motherfucker daher kommt oder liegt etwa die furchtbare Wahrheit meines Versagens in der einfachen Tatsache, dass seit 40 Jahren ständig mein Deo versagt und sich nur keiner traut, mir das endlich zu stecken...??!

 

Aber was weiß ich schon.

Nur, dass das verfickte Leben eigentlich voll geil ist.

Wie hat doch ein Weltklasse Autor einmal geschrieben...

 "Fickt Euch Ihr Spießer!“

 

 

 

 

 

©03.10.2000und16

 

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Do

17

Mär

2016

RomANTik, VorSehung & anderer Scheiß

Daia's Kreidebild entstand nach einer Zeichnung von … https://myspace.com/bernesga
Daia's Kreidebild entstand nach einer Zeichnung von … https://myspace.com/bernesga

Blog N°22

 

ROMANTIK, VORSEHUNG & ANDERER SCHEISS

 

 

 

 

2006. Daiana, gerade neunzehn Jahre jung, im absoluten Hoch ihrer Lesbenphase und hardcoremäßig davon überzeugt, wahre Liebe kann es nur unter Mädchen geben und Kerle hätten von Hause aus überhaupt gar keine Gefühle. So weit so gut.

Doch dessen Ungeachtet, denn auch Jahre später wird sie ihre Tat niemals erklären können, setzte sie sich dennoch eines schönen Tages an einen Tisch und begann das Portrait eines schreiend potenten Mackers nachzustellen - in Kohle und auf Din A-3.

Da es auch noch wirklich ganz besonders hübsch wurde, landete dieses merkwürdig männliche Ding nicht in der Versenke, sondern zierte ab da an fortwährend und recht dekorativ die Küchenwand jener Lesbos-Amazonen. Der Künstlerin selbst und ihrer nicht kirchlich Angetrauten besseren Hälfte. Das Weibe und ihr Weibchen.

Die „Ehe“ ging in die Brüche, aber das Bild hielt. Und blieb. Nach wie vor hing es in der Küche und wurde großzügig gerahmt von den auf die Wand gemalten verlängerten Schallwellen, was extrem auffällig, großflächig und einfach nur sehr, sehr geil kam, bis ich es dann erstmals 2012 auch zu Gesichte bekam, es sofort ebenfalls Endgeil fand, aber mir ansonsten absolut keine Waffel dazu machte. Und Daiana hat bis heute nicht die kleinste Spur einer Idee, warum sie damals keine scharfe Schnecke, sondern eben diesen krassen halbnackten Typ gezeichnet hatte.

 

Parallel entwickelte sich meine Tätowiererei ganz prächtig und im Frühjahr 2012 war endlich meine linke Halsseite dran. Nach getaner Arbeit, stellte ich mich, wie stets, vor den schwarzen Vorhang, versuchte ein unbeteiligtes Gesicht zu machen und „Palma“, damals noch bei KreuzStich in der Adalbertstraße/Kreuzberg SO-36 tätig, machte das Standbild zu ihrer Arbeit, und zwar eigentlich nur zur persönlichen Verwendung in den Unterlagen, doch irgendetwas musste damals jene leckere und sehr angenehm verrückte Dame, named Palma, gestochen haben, denn Abends konnte ich mich auf Facebook bewundern, weil sie es eigenmächtig hochgeladen hatte. Glücklicherweise, denn im Grunde weiß ich bis heute nicht, ob sie es „nur“ wegen dem Stolz über ihre Arbeit tat, oder weil ich darauf ein so verdammt ansehnliches Exemplar darstellte, dass es einfach nicht der Welt vorenthalten bleiben durfte.

Anyway, denn recht schnell wurde dieses launige Pic geradezu zu einer Art Signum, einem hervorragend gut passendem Symbol zur Kunstfigur A.W.Bergmann ... !!

 

So passierte eines noch schöneren Tages im allerherrlichsten Sommer Berlins, dass ich erstens, schon lange Bock darauf hatte endlich mal bei einer der Buden aus der Fernsehwerbung ein Poster zu bestellen, und zweitens, weil mein Baby irgendwann dann auch unbedingt ein fettes Foto von mir wollte, woraus letztlich dieses irrsinnig große Din A-2 Machwerk entstand, was allerdings durch ihren anstehenden Umzug nicht mehr zur Aufhängung kam und daher weiterhin in seinem Papprollengefängnis verblieb. Zunächst.

Ende Sommer/Anfang Herbst 2012 konnte ich dann beim Umzug im letzten Moment noch erfolgreich vereiteln, dass diese Irre tatsächlich ihre coole Kreidearbeit im Hausmüll entsorgt. Die Presspapperückwand eines verwundeten zurückgelassenen Kommode-Soldaten bot mir dabei größte Dienste, indem ich sie abriss und mit dem Kreidekrieger dazwischen zu einem Sandwich verklappte. Derart gesichert überlebte es artig bis ins Frühjahr `15 hinein. Bis wir in unsere erste gemeinsame Wohnung zogen.

 

Doch zuerst noch ein klitzekleiner Sprung ein Jahr zurück. Auf Anfang 2014. Mein Baby bewarb sich gerade an drei Schauspielschulen, und in den ganzen Unterlagen war unter anderem gefordert, ein entsprechendes Passbild beizufügen. Was? Nur Eins?! Geht ja gar nicht, dachte ich noch, und wir ersannen den Vierertrick – ein normales Passbild zwar, jedoch mit einem gevierteltem Foto aus vier different Pictures. So kam es dazu, als ich den Foto-mach-mann dafür spielte, dass ich von meinem Schatz unter anderem auch das Schreibild knipste. Also wurde bis dahin schon mal, während dreier parallel und völlig unabhängig zueinander verlaufender Ereignisstränge, jenes Konglomerat einzigartiger, aber stilistisch perfekt zueinander passender Bilder komponiert, nur was wir da noch nicht erkannten. Doch dazu jetzt.

 

Somit zu Beginn des Jahres 2015 enterten wir unsere neue prominente Bude, wo Daiana im Karton-auspack-Chaos auf den Papprollenknast und das Kommodenrückwand-sandwich stieß und direkt ganz frech deren Inhalte mit Magneten innen auf unsere neue Wohnungstür knallte. Din A-3 und Din A-2 sind dabei schon echt fett und so überhaut nicht zu übersehen.

Das war die Geburt unserer Erkenntnis, dass ja dieser neun Jahre zuvor auf unerklärliche Weise ANTstandene Kreideknecht irgendwie ja wirklich echt beinahe so aussah, wie von meinem Tattoo-Akten-Schnappschuss abgekupfert. Kreidisch Neidisch, könnte man da wohl sagen. Was für uns, nach einer Weile des an der Tür hängens, voll krass war, als wir von vielen Leuten Sachen hörten wie, na klar, das habe ich direkt gedacht, und ähnliche Kommentare.

Nur nicht meine Mam’, die nämlich zusätzlich noch ergänzend befürchtete, dass meine optisch übergroße und ständig prominente Gegenwart sich negativ auf meines Baby’s Entfaltung auswirken könne, woraufhin wir direkt als eine Art Maßnahme gegen solcherlei Zweifler, die Ausdehnung zum Dreiergestirn erdachten und beschlossen. Schnell war auch entschieden welches Foto der Chefin fortan über die zwei mysteriösen Großameisen wachen sollte. Nämlich Daia’s Schreibild – auf Din A-1 ... !!

 

Wer nun aufgepasst hat wird sicher schon selbst gemurmelt haben: (Din A-) ... 3, 2, 1, das Größte ist Meins, oder irgendeine andere eBay Slogan Variante.

 

Das ist also  die phantastische Geschichte zu drei komplett unabhängig entstandenen Motiven, die aber zusammen betrachtet, meiner und unserer Meinung nach, nur eines bedeuten können (ganz genau) - „Schicksal, du verfickter Scheiß, von deiner ganzen verdammten Romantik und deiner übelsten Tiefsinnigkeit total erschlagen, voll in die Fresse ... und so etwas von offensichtlicher Offenbarung und Vorsehung, dass es schon fast wehtut ... !!“ Ist das noch zu fassen – ich finde irgendwie nur schwer. Aber diese „Unfassbarkeit“ war mir daher auch einen Blog-Eintrag wert.

 

Den ewig Ätzenden zum Anstoße, werdet ganz Grün vor Neid, ihr Einscheißer – doch allen Anderen hoffentlich zur Hoffnung - denn wenn mir das wiederfahren konnte, kann es wirklich jedem passieren ...

 

 

©16.03.2016 by Ameise

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Sa

16

Jan

2016

Die ANTi-Brille

Blog - N°21

Keine Frage, für diesen Blog kam nur eine knappe und prägnante Überschrift in Frage:

 

„VOLLHIRSCH WURDE IM SUPERMARKT ERWISCHT ...

BEIM PEINLICHEN VERSUCH MIT EINER SCHWARZEN SONNENBRILLE

UNTER NEONRÖHREN KLEINGEDRUCKTES AUF ETIKETTEN ZU ENTZIFFERN“

 

oder:  „Wie ein gesiebtes Sonnenbrillen-Echtfake-Imitat mein Leben erhellte!“ und

„Mein Kampf  -  gegen Hitler, Altersweitsichtigkeit und dem ganzen anderem Scheiß!“

 

Starring...............Die ANT-i-Brille  (!?!) 

 

Angefangen hatte alles damit, wie wohl bei vielen anderen auch, dass wir eines Tages im aktuellen PEARL-Katalog nach lustigen Gadgets Ausschau hielten. Was zwar letzten Endes oft an übertrieben happigen Preisen scheitert, doch einfach mal den gesamten Krempel auf einem Haufen zu sehen, finde ich manchmal eben schon etwas schön.

Bei einer solchen Gelegenheiten, fiel mir auch eine gar recht seltsam anmutende Sonnenbrille auf, die so weder Sonne noch Brille schien, da sie keine herkömmlichen Gläser besaß, sondern stattdessen schwarzen Kunststoff eingesetzt hatte, über und über von kleinsten Löchern überzogen, ein Lochgitter zum durchschauen, jedoch mit dem unglaublichen Versprechen beworben, dass ich hin und her gerissen ward zu glauben, dies seltsame Ding könne vielleicht tatsächlich zu einer Verbesserung der Sehkraft führen. Was mich aus gegebenem Anlass von verfickter „Altersweitsichtigkeit“ sofort Neugierig genug machte, die Anzeige soweit zu Ende zu lesen, bis der Apotheken-Preis von einem Pfund (20€) kam, was mein Interesse direkt etwas zurückstellte.

Trotzdem war im Kleingedruckten ernsthaft solch Zeug zu lesen wie, dass das komische Teil nur durch rein mechanische Wirkung wirke, durch Einfluss auf den Sehnerv, quasi wie Bodybuilding für die Augenmuskeln. Und es wohl generell ähnlich wie die Blende einer Kamera funktioniere, indem durch die kleinen Löcher der vermurkste Muskel gezwungen wird - jenen für die verschlechterte Sicht verantwortlichen Mistkerl - durch entgegenwirken zur Fehlstellung, wieder in eine gesunde ursprüngliche Ausgangslage zu trainieren. Förderhin wurden natürlich auch verschiedenste Lektüren angepriesen, welche durch vorgegebene Übungen dafür sorgen sollen, den Sonnenbrillen den wirklich großen Zauber zu entlocken. Da zum Glück aber die Anleitungen deutlich teurer waren, als die Plastik-Brillen-Attrappen selbst, konnte ich richtig gut darauf verzichten. Allerdings klang der ganze Scheiß doch wirklich im Grunde schon wieder viel zu Vielversprechend gut, um wirklich Wahr sein zu können, und davon ganz abgesehen, kackte ich mich auch voll ein, 20€ auf Verdacht einzusetzen.

So vergingen die Wochen oder womöglich Monate, bis mir eines Tages, inmitten wildestem Amazon-Zappings, ein bauartgleiches Gerät in die Augenwinkel schlug. Ein Modul, welches dem gleichen Zwecke dienen sollte, wie der vormals bei Pearl entdeckte Sonnenbrillenblender. Optisch auch die gleiche schwarze Plastikkacke, selbiges Werbeversprechen, aber zum deutlich überlegeneren Preis von sage und schreibe lumpigen 2,78€+3,00€ Porto- und Versandgebühr.

Wodurch ja nun der Einleitung eines Testkaufes absolut nichts mehr im Wege stand.

Nur wusste ich da logischerweise noch nichts über tatsächliche Auswirkungen dieser lustigen Geräte, denn jene wie eine Sonnenbrille aussehende Wunderwaffe, von der ich eigentlich glaubte, man bräuchte sich doch einfach nur eine selbstgelochte Pappwand in die Fresse zu klatschen, um Heilung zu erfahren, doch selbst so als unauffällige Brille getarnt, erntet öffentlicher Gebrauch auch schon mal etwas öffentliche Aufmerksamkeit. Anyway ... gesagt, beschlossen und getan ... der Scheiß war bestellt und wurde irgendwann Ende Februar letzten Jahres geliefert.

Ein Kumpel und ich saßen gerade in der alten Einzimmerwohnung, waren lustig am Kiffen, nebenher ein Briefpäckchen in Empfang nehmend, flugs ausgepackt, die Brille von beiden Begutachtet und als pottenhässlich klassifiziert, wollte ich dennoch so Stoned nicht direkt aufgeben und schob mir zunächst das Accessoire lässig auf den Kopf, zur haarreifmäßigen Bändigung meines äußerst stark verwilderten Goldlöckchensalates.

 

Irgendwann kam wahrscheinlich noch eine weitere Pfeife daher, ob nun als Haschrauchgerät oder in Form eines x-beliebigen Nachbars, weiß ich leider nicht mehr genau, doch dass wir später gegenüber in der neuen Wohnung landeten ist unumstößlich, genau wie irgendwann der Abgang meines Kumpels. So blieb ich alleine zurück und renovierte weiter. Die Lichtverhältnisse waren dabei durchweg von elektrischer Natur, wodurch die Beleuchtung für meine altersleidenden Augen, wie meist nicht gerade optimal war, als mein Handapfel auch noch lautstark den Empfang einer elektronischen Botschaft verkündete, die zudem wohl von höchster Wichtigkeit zu sein schien, was mich zusätzlich noch mehr ärgerte, da ich Vollhirsch natürlich wieder keine verfickte Lesebrille am Mann hatte, wozu ich nun wiederrum in die alte Wohnung hätte rüber gemusst ... oder(?) ... ODER(!!) ... das Faultier in mir erinnerte sich nämlich plötzlich an die Sechs-Euro-Maschine auf meinem Kopf, die in den letzten Stunden ja lediglich einen modischen Aspekt erfüllte, wenn überhaupt - aber so zog ich mir mit abgefuckter Kaltschnäuzigkeit das Erbe über die schwer gestörten Augen, die außer wildem nebulösen Buchstabenbrei gar nichts mehr zu erkennen vermochten, ganzheitlich und ohne jegliche Konturen ... ein pures reines Wischi-Waschi eben ... !! Aber dann ...

 

ABER DANN ...

 

... kaum über meine vergurkten Augen gestreift, war ich absolut überraschend und auf eine wirklich ganz besonders zauberhafte Art und Weise, dem glasklarsten Blick seit viel zu langer Zeit unterworfen ...  beim Betrachten der wunderschönen, ganz besonders scharf und exakt konturierten Buchstaben im Standard Whatsapp-Chat, wo mir bestimmt eine kleine verdammte Träne verlorengeglaubten Glückes über meine glücklicherweise doch nicht tätowierte Knastträne meiner extramarkanten linken Wange lief. Aber Scheiße. Das konnte doch nicht wirklich wahr sein. Oder doch. Ich meine, wir hatten schon gut einen weggezogen - oder – doch verfickte Scheiße noch mal, aber ...

 

ICH KONNTE WIEDER SEHEN ... !!

 

Oh man, war das ein geiles Gefühl, obwohl irgendwie dieses komische durch kleinste Löcher geschmule, sich recht schnell als etwas nervig erwies. Denn bei längeren Wörtern musstemansomerkwürdig, nur durch ein Loch fixierend, dem Schlingel quasi hinterher glotzen. Was mit gefühlten Verrenkungen einherkam, bei denen ich mir gut vorstellen konnte, wie das mit dem Augenmuskel verbiegen gemeint war. Tatsächlich aber, neben aller ehrlichen Begeisterung, landete das Gerät fast flugs auf dem Scheißhaus, wo es fortan mit der ehrenvollen Aufgabe als KNL (Kreuzworträtsel-Not-Lesebrille) ein echt bescheidenes und despektierliches Dasein fristete. Denn durch den Porzellan-Pott alleine widerfuhr ihr kaum die angemessene Aufmerksamkeit oder eben schon gar nicht der nötige Respekt. So verbrachte sie einige Monde in harsch konkurrierender Fehde. Brillenlöcher gegen Polöcher. Der Frühling kam, die Pflanzen wurden durch übertrieben schmückenden Wuchs zu Vollschwuchteln und ich boykottierte einfach alles und ganz besonders entwickelte ich mit rasant steigender Tendenz eine innerlich gärende Aversion gegen sämtliche Lesehilfen. Seit Spring-Break hatte ich zudem einen klaren Lesebrillenzerstörungslauf. Bestimmt irgendetwas universelles sorgte dann bis zum Sommer, und in beängstigender Regelmäßigkeit, für Bügelbruch und Augenglasausfall beinahe sämtlicher Nasenfahrräder. Egal, ob gefunden, von jemand anderem verloren, von noch einem ganz anderen gefunden und mir gegeben, über klassisch im Selbsteinkauf erworbene Standard-Supermarkt-Lesehilfen, bis hin zu „der“ Lesebrille, einer richtig Teuren, wahrscheinlich auch aus echtem Swarovski-Quarzkristall-Westerlandsand gegossen, zu einem extra für mich angefertigtem Optiker-Kleinod. Total „fachmännisch“ angepasst bei Fielmann. Auf meine dort ermittelten Werte. Rechts von lächerlichen rund 4,3 und um die 2,7 für links. Abgesehen davon, dass ich dem Optiker nicht mehr sagen konnte, als Altersweitsichtigkeit seit Mitte Vierzig und dass ich auch im Allgemeinen keinerlei Ahnung von Brillen hätte. Was zur Folge hatte, dass jenes von mir als „Lesebrille“ ausgesuchte, modisch orientierte schwarze Brillengestell, in fast rund und mit echt fettem Rahmen, sich sehr schnell als völlig ungeeignet erwies. Ich meine diese Sorte von Brillengestellen per se. Denn in der Praxis würde ich nämlich diese Brille überwiegend am Rechner brauchen. Jedoch stellten sich die klasse aussehenden fetten schwarzen Ränder des Gestelles als ganz üble Balken heraus, die einem ständig besonders störend dann im Blickfeld waren, wenn man während des Tippens, diesen handbreit „hoch“ zum Monitor gucken muss. An einem 11“ Laptop. Und weil Tippen zwangsläufig die häufigste Bewegung ist,  war eben genau diese Art von Brille - als Lesebrille - ziemlich ungeeignet, besser wäre eine mit feinem Drahtgestell oder gleich eine „Rahmenlose“ gewesen, mit denen bekam ich den Blick von Tastatur zu Monitor immer mit einer Augenbewegung hin, jetzt aber musste ich jedes Mal den ganzen Kopf ein kleines Stückchen anheben, was schon im Ansatz extrem lästig war. Ich meine aber, genau solchen Scheiß erwarte ich doch eigentlich letztlich von „Fachverkäufern“, oder(?), dass die einen eben genau über Vor- und Nachteile der Werkzeugwahl aufklären, oder wie hier der Gestell Auswahl, jedenfalls ist Fielmann in dieser Angelegenheit absolut durchgefallen bei mir, außerdem drängt sich doch auch direkt der Verdacht auf, von einer dieser „Fensterglas“ Huscheln bedient worden zu sein, die zwar wegen ihrer Tarn-Brille kompetent wirken, wie von der Firmenleitung gewünscht, doch in Wahrheit eben bloß über bloße Theorie verfügen, abgesehen davon hatte die neue Brille, die ja nach den Fielmann Werten hergestellt wurde, wie eine verdammte Lupe gewirkt - doch genug davon, denn auch diese Brille hat inzwischen zumindest einen Bügel abgebrochen oder dergleichen. Wahnsinn, wie in so kurzer Zeit so ein Arsch voll lästiger Dinger einfach perdü gingen. Zum Gesamtdrama gesellte sich aber auch jegliche weitere scheiß Praxis. Denn seit unserem Umzug, vor einem Jahr, und seit ich wieder mit Werkzeug und Hobelbank dahin werkele, sind mir schon so oft beim Hoch- oder Runtergucken die Kackbrillen einfach weggeflogen, wobei sogar einige klassisch verstarben, durch Glas weg, Bügel ab oder spontaner Selbstentzündung. Jedoch so Nett das alles auch gewesen sei, irgendwann reichte es jedem, und mir erst recht. Ich war inzwischen derart angepisst von dem ganzen Brillborium und -tamtam, dass ich in fast logischer Folge dessen, lieber einen brillenlosen Sommer in nebligen Schattenwelten zubrachte, und zwar genau so lange, tja, bis ich mich wieder der hier geschilderten Anschaffung entsann. Jener gelochten und mechanischen Wunderwaffe.

 

Dem Lochinator ...

 

DER UNGLAUBLICHEN ANT- i –BRILLE ... !!

 

Ich fand sie auf Anhieb bei den Kreuzworträtseln wieder, nahe dem Keramiktöpfchen. Aber kein Respekt oder etwa Ungeliebt? Pah! Weit gefehlt! Zumindest inzwischen. Denn mittlerweile liebe und verehre ich dieses kleine Stückchen Plaste und Elaste, welches mir mit so wenig, so viel gibt.

Doch solcherlei tiefgründige Erkenntnis sollte sich erst noch einstellen, als ich schon mitten in der Rebellion steckte.

Vorher möchte ich euch jedoch gerne noch von meiner ursprünglichen Überlegung erzählen, meines Plan B, zur zumindest optischen Wiedererlangung der Sehfähigkeit.

Mein kleiner Bruder hatte sich nämlich einmal in der Antike die Augen Lasern lassen. Und das wollte ich auch. Schon lange. Nur hieß es vor wenigen Jahren stets ganz lapidar, dass die Technik noch nicht so weit wäre. Allerdings hat sich das vor zwei oder drei Jahren geändert, und dass die Altersleidenden nun endlich ebenso unters Laserskalpell könnten. Sobald ich den ersten annehmbaren Preis vernahm, wandte ich mich umgehend an meines Bruders Laserbude, der Augenklinik Wittenbergplatz und bat dort um einen Kostenvoranschlag. Der Termin kam schnell und schon nach wenigen Minuten des Wartens wurde ich in einem Separee Maß genommen. Gar seltsam anmutende Gerätschaften machten komische Sachen mit mir und nach nochmaligen Minuten des Wartens, wurde ich der amtlich leckeren Frau Oberdoktor vorgestellt. Mein Anliegen, welches meiner bescheidenen Meinung nach kein allzu großes Ding hätte sein sollen, bestand aus dem Wunsch nach Laserung der gestörten Leseaugen, damit auch endlich meiner ausgeprägten Eitelkeit Gerechtigkeit wiederführe, und ich nicht mehr als Brillenschlange auf die Bühne müsse, doch so einfach ging das dann doch nicht. Kacke.

Jedoch zunächst schien die junge studierte Dame mich schon mal überhaupt und ganz und gar nicht zu verstehen, was ich nun wiederum nur schwer begriff, bis sich bald zeigte, wir redeten von verschiedenen Anliegen. Denn die gerade absolvierte Maßnahme des Maßnehmens legte bei ihr, scheinbar in erster Linie, die Vermutung nahe, dass ich zumindest von den Werten her, theoretisch, beinahe oder nahezu Halbblind gewesen sein müsste. Was ich allerdings weder zuvor oder danach jemals bemerkt habe, bis heute, doch das konnte die Frau Studienrat der optischen Offenbarung ja nicht ahnen. Daher nahm die wohlgeformte Doktorfrau auch an, der verwirrte Mann ihr gegenüber, meine sicherlich seine „Kurzsichtigkeit“, wenn er von Altersweitsicht rede - aber nein, doch, ja, ich hatte es schon vor längerem geschnallt, dass Weitsichtig das Gegenteil von dem bedeutet, wonach es klingt, nämlich Probleme in der Kurzsicht beim Lesen zu haben. Da es aber für die Ärztin unvorstellbar schien, ich könne nicht meine diagnostizierten Kurzsichtigkeitswerte von etwas über 2 Dioptrien pro Auge meinen, ließ sie mich sofort resolut von ihrem Fenster aus, verschiedenste Sachen beschreiben, Vorlesen und die Uhrzeit der U-Bahnhof-Uhr aufsagen.

Tatsächlich leicht und kurz verstört darüber, dass ich wohl wahrhaftig keine Probleme zu haben schien, war sie inzwischen immerhin deutlich offener, auch mir mal richtig zuzuhören. Kurz und gut, würde man es so machen, wie ich dachte, hätte ich diesen Lupeneffekt, andauernd, was ich durch die teure Fiessmannbrille noch sehr genau kannte. Wodurch das Verfahren so nicht in Frage kam. Zudem könne auch nur einmal gelasert werden und die Augen würden eh nach zehn Jahren wieder anfangen sich zu verschlechtern. Voll Blöd. Aber da es mir ja Erstlings darum ginge, beim Tingeln ohne beschissene Brille auf die Bühne zu können, fragte ich nach Laserung nur eines Auges. Ein Gedanke, eine Idee, die sie recht faszinierend und interessant fand. Eine Option, auf die sie bis dato selbst überhaupt noch nicht gekommen war und daher ganz begierig auf den Ausgang folgenden Experimentes war. Ich sollte mir also beim Optiker entsprechende Kontaktlinsen für das erwählte Auge holen und mal sehen, was es zu Sehen gab. Die Kontaktlinsen sollten dabei selbstverständlich als Ersatzstoff für das Ergebnis einer Laserung stehen. Nun gut, aber um es kurz zu machen, bin ich noch nicht dazu gekommen zu Fielmann zu gehen.

Doch da mir ja einige Brillen zerbrachen, hatte ich auch genug einzelne Gläser, die ich zum Antesten monokelmäßig vor mein rechtes Auge klemmen konnte. Zur Erinnerung, meine Werte lagen Rechts bei ca. 4,3 und Links an die 2,7 Dioptrien, jenen plus oder minus Dioptrien, die für beschissenes Lesen zuständig sind. Habe keine Ahnung. Doch dafür fand ich Bestätigung, dass meine Idee machbar sein könnte, im simpel großartigen Monokeltest, indem ich mir Gläser mit Werten um die 2,0 - 2,5 ins Auge packte. Dem ganz schlechten Auge. Meinem Rechten. Doch mit eingeklemmtem Lesebrillenglas konnte ich dann tatsächlich problemlos im Zimmer umher springen, keine Lupe oder irgendein anderes räumlich relevantes Störgedöns!

Ich wollte mir darum auch schon seit Monaten endlich doch mal die Kontaktlinsen machen lassen, am besten in abgestuften Werten, für das rechte 4,3er Auge, vielleicht von 1,5 - 3,0 Dioptrien. Naja, wie auch immer. Ein schöner Plan mehr in der Schublade, denn ganz plötzlich platze, wie ein echt pubertärer Furz, der völlig peinliche Rebell aus mir heraus. Peinlich daher, weil dem seine Forderungen irgendwie einfach total kindisch klangen:

 

„Ab heute Scheiße ich schlechterdings auf sämtliche optischen Lesehilfen und mache mich ganz einfach selbst wieder ganz.“

 

Eine wahrlich prominente Ansage, meinen Sie? Stimmt! Ich nahm diesmal die Schnauze wirklich extrem voll, alles was recht ist. Doch darunter geht es nun mal einfach nicht, wenn man auf diese Tour zu etwas kommen will. Ich fürchtete mich zwar beinahe selbst vor mir und meiner großspurigen Vermeldung, auch wenn es zunächst nur im stillen Kämmerlein stattfand. Doch festen Glaubens an mich, meinen Heile-Körper und dem ganzen kosmischen uniperversums Scheiß, beschloss ich, genauso wird es gemacht.

Wodurch die wundersame Zauberbrille schlagartig ständiger Aufmerksamkeit unterlag. Wahrscheinlich irgendwann inmitten des fetten Altweiber-Sommers von Berlin, begann ich keinen Schritt mehr ohne Sie zu tun. Als Accessoire getarnt, trug ich die ANTi-Brille nun stets keck hochgeschoben, über Stirn oder Dogarbeiter-Käppi. Mode sei Dank. Somit fällt man auch nicht sofort wie ein Behinderter mit Behinderten-Gerät auf.

 

So fing es also an.

 

Man stelle sich vor, am Morgen erledige ich Handyzeugs, spiele mein Simpsons-Spiel, schmökere in Werbeprospekten oder mache ein Kreuzworträtsel. Eine kleine halbe Stunde nur am Morgen, und du hast den ganzen Tag etwas davon - bis man sich dabei erwischt oder die Family einen darauf anspricht, hast du etwa eben den Beipackzettel vorgelesen? Ja, verdammt, habe ich (...)!! Inzwischen auch wieder Speisekarten und was mir die letzten Jahre sonst noch versagt blieb, scheiße, ich sage nur die verfickten U-Bahnpläne etc.! Was eigentlich recht schnell ging, bis sich definitive und deutliche Verbesserungen einstellten. Aber wenn ich gerade mal so zurückblicke, muss ich sagen, dass ich mittlerweile selbst die ANTi-Brille im Alltag kaum noch zu Hilfe ziehen muss.

 

Doch mein erstes echtes Hammererlebnis mit ihr hatte ich eines Morgens, nach etwa drei Wochen, als ich sie nach dem Aufsetzen auch direkt wieder abnahm, weil ich ohne besser sehen konnte, als mit...!! Allerdings ist insgesamt der Gebrauch so wie so ganz stark von der allgemeinen Tagesform abhängig. Training ist halt immer davon abhängig. Und diese unleidliche Guckerei durch winzige Löchlein, wird ebenso zusehends besser, irgendwann beginnt man quasi durch alle zusammen zu gucken. Aber vielleicht bin ich ja auch einfach mehr prädestiniert dafür, als andere, allein durch meine langjährige und internationale Tätigkeit als gefragter Nebenlochkundler (siehe HP*/Die Arschologie).

Aber mein wahrhaft absolutes Glanzstück an Hammererlebnis hatte ich wohl in Wien. Scheiße. War das Geil. Als ich mitten auf der Bühne, inmitten der zweiten Geschichte feststellen musste, ach, ich hatte ja meine Brillennummer am Anfang gar nicht gebracht, was also ergo bedeuten musste, ich las gerade in diesem Moment tatsächlich Indoor und komplett ohne ein verhasstes Nasenfahrrad. Ich hätte kreischen können vor Glück. Leider hatten wir aber keine Zeit, sonst hätte ich es sehr gerne getan und voll wild abgefeiert.

Klar, wa ... !!

 

 

Tja, und nun liebe Leute, die Lektion für Heute, die Industrie sich noch nie scheute, auch der Optiker macht fette Beute, und die einzigen die’s reute, auch wenn's klingt wie’s Wiedergekäute, seid ihr, sind wir, sind die dummen Leute ... !!

 

 

 PS.   Doch wenn ich nächstens Mutig genug bin, und mich tagesformstark wie ein Löwe fühle, ficke ich Fielmann, indem ich dort einen neuerlich aktuellen Sehtest absolviere und jetzt schon sehr gespannt bin, ob die Werte mein subjektives Gesamtempfinden bestätigen werden – Na denn, in Kürze hier...:

 

 

©15.02.2016 by Ameise

 

*(HomePage – www.A-W-BERGMANN.com)

 2908 Worte/6 Seiten

 

 

  

 

 Accessotech Schwarz Sehkraft Verbesserung Vision Care Übung Brillen Pinhole Brille Ausbildung

 

 

     

EUR 2,78

 

Alle Preisangaben inkl. MwSt.

   Entwickelt, um Sehvermögen zu verbessern

   Ideal bei Augenfokussierungsproblemen

   Geeignet für Kinder und Erwachsene

   Wear for 15 minutes per day can help improve vision within 2-4 weeks

 

Produktbeschreibungen

Diese Rasterbrille sind geeignet für Erwachsene oder Kinder mit Sehschwierigkeiten, wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus. Beim Schauen durch die Löcher passen die Augen ihre Fokussierung an, so dass sich die Augen sich vom gewohnten Fokus entspannen können. 
-Entwickelt, um Sehvermögen zu verbessern

 

 

 

Mi

09

Dez

2015

ÜBER WIEN, HELDEN & UNGLAUBLICHES

BLOG N°20

 

 

Abschlussbericht über:

 

WIEN, MICHL DEN HELDEN & UNGEHEUERLICHES

 

Am Anfang stand unser Entsetzen über die Logistik, die gerade dabei war uns ganz übel zu ficken, natürlich von hinten und trocken über den Stuhl. Ratlosigkeit und hoffnungsvolle Gebete allenthalben erfüllten die Luft und ich hatte einen strammen Zeitplan,, keinerlei Zeit für irgendwelche Faxen oder dergleichen. Eigentlich. Denn bis ich dort in Wien am Samstag Mittag aufschlug und in Persona dastand, erhielt ich im kaum mehr als die Informationen über wann und wo, meine organisatorischen Fragen im Vorfeld blieben unbeantwortet und auch sonst war ich einem auswärtigen Veranstalter noch nie so am Arsch vorbei gegangen. Was ich einfach darauf schob, als Selbstständiger wohl immer professioneller zu werden. Jedoch als ich dann Lukas morgens um Vier alleine habe tanzen sehen, wusste ich, der ist eben so, ein liebenswerter und völlig verschrobener Einzelgängertypie, der wahrscheinlich selber stets heilfroh ist, seine aktuellen Verpflichtungen irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Doch letztlich erschien er mir cool und knuffig genug. Auch viel mehr als ein Teddybär, als wie ein Lokomotivführer;) ... Jedenfalls würde ich jederzeit unter seiner Obhut wieder öffentlich Unruhe verbreiten. Denn Wien hat mich trotz aller Pleiten, Pech und Pannen nicht einmal um schamhaaresbreite anttäuscht. Wien scheint eine coole Stadt. Wien war mein erster „Auslandsauftritt“. Wien war mein zweites Mal unter echter Gage. Wien gab mir eine bunten Strauß, einen ganzen Arsch voll und ein wahres Feuerwerk an persönlichen Premieren. Und nicht zuletzt habe ich in Wien auch einen ganzen Haufen echt angenehme Irre kennengelernt, die mir durchweg das Gefühl gaben wirklich Willkommen zu sein. Was gerade meiner ganz besonders stark ausgeprägten Sensibilität sehr gefiel.

 

            Dagegen wurde aber Abends meiner kleinen unschuldigen Seele, noch vor meinem eigenen Auftritt, auf ganz besonders scheußliche Art und Weise übermäßig Gewalt angetan, und zwar von dem berüchtigten musizierenden Banditenchef „El Gitarro“ und seinen zwei Spießgesellen, den pferdeköpfigen Quetschkommoden-Terroristen des Grauens. Denn leider wurde mein ursprünglich einstündig geplantes Programm, dort auf eineinhalb Stunden erweitertes, aber letztlich eben durch jene öffentlich zur Schau gestellte Demütigung der verdammten Logistik, auf erbärmliche 26 Minuten/nochwas komprimiert, bis dann der Timer-Alarm losgehen würde und ich sofort im Tiefflug von der Bühne müsste, um als Super-Meise (halb Super/halb Meise) meine Plünnen zu verpacken und zum U-Bahnhof zu rennen, auf dass ich nicht den grünen Doppeldecker nach Berlin verpasse.

 

            So stieg ich empor, als endlich dran, versicherte dem Auditorium eine echt coole und die als längste geplante „freie“ Rede leider nicht zu erleben, aber dass ich aus gegebenem Zeitmangel mich darauf beschränken würde, ihnen soviel meiner Geschichten reinzudrücken, wie möglich, was auch begeisterten Anklang fand.

Haa. Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe es doch tatsächlich geschafft in dieser Spanne - ohne das es unverständlich wurde und mit nur drei kleinen Versprechern – sage und schreibe eine 16,5 Minuten und drei 6,5 Minuten-Geschichten rauszupressen. Schnellste Lesung ever. Premiere. Genau wie erste Lesung ohne freie Rede davor. Doch mein ganz besonderer Premierenerfolg war die Tatsache, was mir glatt selbst unvermittelt erst inmitten von Geschichte N°2 auffiel, meine allererste Indoor-Lesung OHNE verficktes Nasenfahrrad. Fick Dich, Ausgeburt von Altersweitsichtigkeit und dein verdammtes Kind, die Lesebrille. Eitelkeit sei nun mein neuer Begleiter ... und wie ich das schaffen konnte, für nur unglaubliche 2,84€, könnt ihr dann demnächst im neuen Blog nachlesen.

Allerdings ist Eitelkeit als ständiger Begleiter doch vielleicht eher noch ein frommer Wunsch, im Gegensatz aber zu meinem tatsächlichen neuen Begleiter, meinem neuen Finanzminister und Sideshow-Kick. Sein Name ist „AA“ (der Andere Arsch). Zwar war er quasi nur als unfertiger Prototyp dabei, aber dennoch in Wien zum ersten Mal öffentlich an meiner Seite. Premiere. Seine Hauptaufgabe ist von nun an also immer gut auszusehen und außerdem in seinen Darmwindungen das kleine Vermögen von - 800€ - anzusammeln. Für die ersten 100 Stück-Auflage des AmeisenBuches. Endlich als PAPIERBUCH, das ich dann auch für punkrockfreundliche 9,99€ (600 Seiten/Din-A5) rausfeuern kann. Echt voll egal jetzt, lieber kleinklein, aber endlich Nägel mit Köpfen!!

Dazu soll jede Spende und jeder Verkaufserlös von Cd’s und Heftchen dort rein. Wien hat schon mal mit 53,00€ vorgelegt, saugeil, und das muss euch jetzt erst mal eine der zukünftigen Lesungen nachmachen. Somit zum ersten Mal in höherem Auftrag.

Premiere. Padau.

 

            Nachdem ich nach einer knappen halben Stunde fertig war wie ein Maschinengewehr auf die Leute einzuquatschen, machte ich einen kleinen Überschlag, um in unter 10 Minuten zuerst die Give-Aways zu verteilen. Ähnlich denen, die es im Sommer beim Picknick am Xberg schon gab. Woraufhin wir beschlossen, bei allen zukünftigen Lesungen am Ende immer unsere Überraschungstüten gratis mitzugeben. In Wien eben zum ersten Mal. Premiere. Nachdem alles Umsonstzeugs ruckzuck seinen Abnehmer fand, erledigte ich Abverkauf und Spendenakquise, wo mir noch auf die Schnelle ein jeder etwas in den Arsch schieben konnte, darauf kurzes Abschiedsgespräch mit Lukas, auch viele weitere Verabschiedungen, inklusive einer Begeisterungsbekundung in Form einer klassischen kleinen Scheißhausnase – ich hatte zwar meine Letzte erst im strengen Winter von 1923, aber an diesem Abend war das einfach nett und passte irgendwie. Ich glaube sogar mein Zinken war etwas betäubt, jedenfalls gab sich der Schädel an meinem Septumring den ganzen Abend noch total schmerzfrei.

Nachdem also mein Arschkamerad ebenso wieder verpackt und der restliche Scheiß auch eingetütet war, dröhnte schon die Stimme meines Engels, meines ehrenamtlichen Bewegungshelfers quer durch den Saal:

„Ameise, wir müssen langsam los, in 7 Minuten kommt deine Bahn!“

Willig unterwarf ich mich seiner Anweisung. Die von Michl kam. Ohne Michl, der die ganze Zeit im Hintergrund alles prüfte und überwachte, wann die scheiß Bahn käme, ob ich wirklich alles dabei hätte und wir vor allem pünktlich sind, hätte ich das sicher niemals zeitig geschafft und hätte schon gar nicht den Abend so „antspannt“ beenden können. Wofür ich ihm echt Dankbar ohne Ende bin. Darum, mein lieber Michl, ist es wohl auch kaum übertrieben zu sagen, dass DU mein einsamer Held des Tages warst. Aber es geht ja noch weiter. Auf dem Weg die U-Bahnstufen runter, fragte er mich, ob ich denn ein Ticket bräuchte. Achgott, da war ja noch was. Während ich mich anschickte meine Hosentaschen zu fingern, meinte er nur, lass mal, ich habe alles schon passend abgezählt, sprachs und kam flugs mit Ticket wieder, stempelte und reichte es mir. Auf dem Bahnsteig trieb er mich noch etwas an, weil ich unbedingt soweit Vorne wie möglich einsteigen sollte und brachte mich auch bis zur Zugtür. Mensch Michl, Du bist ja echt wie eine Mutter zu mir, nur viel besser!;) ... Hätte eigentlich nur noch das weiße Taschentuchgewinke gefehlt, um die Szene perfekt zu machen.

 

            23:15 Uhr sollte Abfahrt sein. 23:01 war ich dort. Ich stellte mich artig an die Bushaltestellen, die dort auf einem Stück in der Erdbergstraße dicht aneinandergereiht rumstehen, genau wie in Würzburg oder vielen anderen Städten und auch genau an der gleichen Stelle, wo ich vom Reisebus gute 10 Stunden zuvor ausgespuckt wurde.

23:15. Nix.

23:18. Aus der Ferne sehe ich Scheinwerfer auf mich zu donnern, an denen sogar auch erwartungsgemäß ein grüner Doppeldecker hing. Dass der aber so schnell war, wie er war, hatte den Fahrer scheinbar gar nicht gestört, da der seinen Reisebus so zügig an mir vorbei rasen ließ, sodass ich nicht einmal in der Lage war zu erkennen, ob mir da der Richtige Bus davon fuhr. Nach 50 Metern bog dieser dann ab, worauf ich mit Gepäck und Ziehwägelchen wie ein Blöder hinterher rannte, hoffnungsvoll dahinter mögen sich noch weitere Haltestellen verbergen, doch dort war absolut nichts.

            Zurück an den bekannten Haltestellen verweilte ich noch bis 23:25 Uhr, bis ich einsah, dass wohl nichts weiter passieren würde. So schwang ich mich wieder die Treppe zur Linie 03 hoch und verließ den verfickten Erdberg und seine Haltestellenhuren, fuhr begeistert zurück bis Neubaugasse oder so, quatschte zwei Teenymädels wegen der Zollergasse an, worauf die mich ohne Umschweife, eine rechts, eine links zur gewünschten Querstraße geleiteten. Im Februar wären sie auch in Berlin und würden mich dann gerne treffen. Na gut. Dem Nachwuchs eine Chance. So gab ich ihnen eine Visitenkarte und bedankte mich freundlich. Zum Abschied zog ich beide noch schnell zu mir heran und drückte ihnen hart meinen stark erigierten Penis gegen den Schoß, der glücklicherweise groß genug ist, um für beide zu reichen. Oder hatte ich mir das nur eingebildet? Ach, wie auch immer, fand ich zurück zum „Perid Shou“, wo gerade eine coole flotte Combo aus zwei Gitarren mit Gesang, ihr angenehmes Stelldichein gaben. Meine Rückkehr wurde dann auch mit allgemeiner Begeisterung aufgenommen und Michl zeigte sich noch einmal mehr als mein ganz persönlicher Held, als er frühmorgens mit weiblicher Unterstützung begann, sich um mein Schlafwohl zu sorgen und mir darum eine astreine Liegestatt auf dem Boden vom Laden zauberte, aus mehreren Lagen Pappkarton und einem großen wunderschönen rosafarbenen Flokati-Fellimitat-Etwas. Michel(l)/Michl, ganze Arbeit, sauber, aber ob es nun an Dir oder daran lag, dass das rosa Etwas derart schwul aussah und mir daher schön warm wurde, kann ich nicht sagen, jedenfalls konnte ich nur mit Schlüpper und Shirt einige Stunden gut schlafen. Was ich auch bis Mittags tat.

 

            So, jetzt aber los, nur noch schnell fertig gemacht. Noch unbedingt mein Handy beim Stress im Laden liegen lassen und ab zum Busbahnhof. Ich wollte einfach beim nächsten Bus nach Berlin versuchen direkt beim Fahrer ein Ticket zu kaufen. Jedoch vor Ort und bei helllichtem Tage, konnte ich in der Ferne, aus der am Abend zuvor der Bus ankam, ein Schild mit Busterminal erkennen, was eben des Nächtens alles in stockdusterer Finsternis lag. Kacke, doch gibt es dort echt um die Ecke, lächerliche 100 Meter weiter, ein richtig kleines überdachtes Terminal, sogar mit einem kleinen beschissenem Wartehäuschen.

 

            Mann-o-Mann. Fucking Hell und Scheidenkleister. Alter Schwede.

Wien war echt bis zur letzten Sekunde keinen Moment langweilig und obwohl es auch doofe Premieren gab, wie die, zum ersten Mal nicht vom Bahnhof abgeholt oder wieder hingebracht zu werden, überwogen ganz klar die Guten. Darum also auch noch eine Gute am Schluß. Zum ersten Mal in Prag gewesen oder überhaupt in der Tschechei. Dann auf dem Rückweg, beim Durchfahren von Tschechien mit kurzem Raucher-Pit-Stop in Prag, wo ich noch schnell mit einem Mitfahrer die letzte Mischung kiffte und dabei erfahren musste, dass wohl Kiffen in Tschechien total Legal ist, dass man dort sogar seinen Rauchstoff öffentlich an Kiosken und in Spätkäufen erwirbt. Stellenweise angeblich auch krasseres Zeug, was immer das bedeuten möge. What ever. Was für ein echt richtig geiler Scheiß. Respekt to TschechTschech ... !!

            Zudem gibt es einen neuen Service bei MeinFernbus Flixbus, einfach ins Gratis-W-Lan gehen, dann auf die Flix-Mediaseite und sich dort umsonst Mukke, Filme, Serien und so weiter reinziehen. Auch geil. Also, Alter, nächstes Mal unbedingt nicht wieder vergessen die scheiß Kopfhörer einzupacken. Klar.

            Ich freue mich jedenfalls tierisch darüber, dass ich mich von der ganzen Kacke und den blöden Umständen nicht habe gefangen nehmen lassen und somit in der Lage war, als es losging, den ganzen Abend mit voller Präsenz als der lustige Spaßmacher dabei zu sein. Vielleicht werde ich ja wirklich noch irgendwann einmal ein echter Profi sein. In diesem Sinne möchte ich das Kapitel nun ausklingen lassen. Aber, Lukas, Alter, mein Versprechen steht, für Fahrt und Kost und ohne Gage komme ich jederzeit gerne zurück, um dann das gesamte Programm höchst angemessen zu präsentieren... mit Begleitband, hehe, okay ... !!

 

Na dann, bis denne, Wien ick liebe Dir, ergebenst, die Ameise

 

 

PS – DRINGEND - Sollte jemand über relevante Fotos oder Videoclips von diesem Abend verfügen und derjenige gewillt ist, mir das Material zur Verfügung zu stellen, dann bitte unbedingt über facebook/Nachrichten oder sonstige Kanäle Kontakt aufnehmen – many, many thanx ... 

 

 

 

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Mi

03

Jun

2015

NICHT KOTZ   -   SONDERN OTT's

Blog N°19

 

Hobelbank aus Ulm

 

 

 

 

NICHT KOTZ   -   SONDERN OTT’s

 

 

 

 

 

Es war einmal, noch gegen Ende des letzten Jahrtausends, als doch eine fesche Maid erneut meines Weges kreuzte. Eine scharfe Skinschnecke, auf die ich schon schiere Ewigkeiten scharf war und die nun, nach eigenen Angaben, auch endlich keine Jungfrau mehr sei. Perfekt. Wir vögelten auf Teufel komm raus und natürlich genauso ordentlich in den kleinen Arsch. Was absolut Neu war für Sie. Wahrscheinlich aus Dankbar-keit stellte sie mich dann eines Tages ihrem aktuellen Lover vor. Seines Zeichens ein ebenso bekloppter Bastelhirni, wie ich, nur noch viel schlimmer und vor allem profes-sioneller. Gegen seine frei in der Wallachei stehende Fabrikhalle, vor  den Toren Berlins, konnte ich mit meiner Doppelgarage als Werkstatt kaum anstinken. Zudem war dem sein Teil bis unter die rund zehn Meter hohe Decke übelst vollgestopft mit lauter Drehstrommaschinen. Fette Abrichthobel, riesige Kreissägen und, und, und ... !!

   Einfach nur kaum zu glauben. Ein einziges echtes Paradies. In dem ich einige Male geilen Kontakt mit richtigen Fabrikmaschinen hatte. Das war echt männlich. So weit entfernt von Black&Decker und Co.

   Jedenfalls kam er eines schönen Tages mit einem VW-Bus bei uns auf den Hof geschossen und lud ein beinahe antikes Monster von klassischer Hobelbank ab, ein damals annähernd 100 Jahre altes Prachtstück, das er mir einfach so schenkte.


   Dann kam das Millenium und zwei Umzüge weiter, hatte ich im Keller keinen Platz mehr, weshalb eben der Trum von Traum mit in die neue Wohnung kam, wo er bis vor Kurzem, fast zwölf Jahre lang als Untergestell für’s Wasserbett diente.


   Dem langhaarigen Typen, da oben, sei Dank, brachte ein Umzug mehr auch mehr Platz. Genug, um das alte Schätzchen wieder in Dienste stellen zu können. Nur leider bedarf es einiger Kleinigkeiten, um vergange-nen Glanz und volle Funktion wieder herzustellen, weshalb ich das einzige  

Firmenzeichen - ein Siegelrelief im Holz - bei Google durchjagte und was dann bei der Recherche heraus kam… haa…   hat vorher schon mal jemand von Euch den Namen „Ott“ gehört?

Also ich nicht.

 

   Nun hat der Herr Ott seinerseits in den 90ern des 19.Jahrhunderts damit begonnen sich über verschiedene Werkzeuge herzumachen und dabei den Krempel stets maßgeblich zu verbessern, den ganzen Scheiß, so wie wir das auch heute noch kennen, Hobelbänke, Schraubzwingen, Gehrungssägen und so weiter, was zahlreiche Patente eindrucksvoll belegen.

 

   Denn der alte OTT aus Ulm war kein geringerer, als der Martin Luther der Werkzeuge, er war der große Reformator der Holzbearbeitung, also quasi der unumstrittene Hobel-Gott.


   Nur hatte ich bis dahin noch nie von diesem freundlichen Besessenen gehört. Irre. Und ich besaß eine seiner legendären Hobelbänke, die zwischen 1910-15 produziert wurde.          Wahrscheinlich sogar noch von ihm selbst mit dem Mund geklöppelt, aus Zahnstochern, aber hoffentlich vor 1915 und auch nicht als achtes Modell, dann wäre sie ja 08/15, auf gar keinen Fall. Diese Bank ist ein-same Spitze und ich kann nur sagen: „Ich hoble Dich, Baby, ich hoble Dir mit Freude die verfickte Seele aus der Platte!“

 

   Wer  gerne mal dabei die Lampe halten möchte oder besser noch, etwas zu "Ott" oder "Hobelbänken" zu sagen hat, ich bräuchte auch noch eine komplette vordere Spannzange, mit Holzspindel etc.,

bitte meldet Euch...   Thx...

 

 

 ©15.März 2015 by Ameise


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Mo

18

Mai

2015

SUSEN, AMEISEN & DAS AMPHETAMIN

 

 

SUSE – (M)EINE JUGENDLIEBE...!!

 

 

Nach rund 12 Jahren wurden nun, durch unseren Umzug bedingt, auch die angehäuften Keller-Asservate durchgekruschelt, alleine wegen dem abhanden gekommenen Überblick. Dabei fiel mir auch mein zunächst noch völlig unverdächtig erscheinender alter Rotring-Zeichenkoffer in die schmuddeligen Finger. Naja, und zwei bis drei Tage später setzte ich mich abends hin, mit dem festen Vorsatz, diesen ordentlich zu durchstöbern, um quasi auf Zeitreise in die Vergangenheit zu gehen. Haa, was soll ich sagen, direkt gleich der allererste Griff in ein kleines Koffertäschchen im Deckel, ließ mich einen immer noch unverdächtig und durcheinander wirkenden Stapel pergamentartiges Papier im Format einer halben Postkarte herauszotteln...  Ein völlig arttypisches Häufchen Zettel, wie sie bei mir wahrscheinlich zu tausenden vorkommen.

Soweit so gut. Das erste Blatt zeigte einen selbstgemalten Jubiläums-Lorbeerkranz mit einer fetten 10 darin und gleich auf dem Blättchen dahinter begann ein dazugehöriger Brief, denn ich auch sogleich begann zu lesen. Doch nach nur wenigen Sätzen.. Aaarghh.. Nein.. Oder...?? Aufgeregt blätterte ich durch alle zehn Seiten und tatsächlich, es war die komplette Abschrift eines Briefes, den ich vor rund 25 Jahren schrieb und seit über 20 Jahren als unwiederbringlich Verloren glaubte...!!!

Warum ich dieser (auf fremde Leute eigentlich total unspektakulär wirkenden) Nachricht sogar einen ganzen Blog widme, hängt einzig mit der damit verbundenen Magie zusammen. Jaja, der Alte hat eben echt „Magie“ gesagt, was trotz meiner allgemein bekannten völlig verschobenen Selbstwahrnehmung noch irgendwie „merkwürdig“ erscheint. Aber Magie ist wahrscheinlich die einfachste und vor allem auch allerkürzeste Art und Weise um die geheimnisvollen Unglaublichkeiten anzudeuten, die sich dahinter verbergen. Letztlich wird man natürlich sagen können, da ging es doch auch nur wieder um’s Ficken. Stimmt. Aber trotzdem, obwohl ich es damals selbst einrührte und sogar auch erlebte, wirkt die Erinnerung daran noch immer einfach nur „HUI-UIUI-HUUIII“...

Hintergrund ist eine dieser verpeilten Nächte mit viel zu viel Geschwindigkeit im Blut, in der ich irgendwie des Nächtens auf dem Turm eines Spielplatzes landete, inmitten des „Märchenparks“ Friedrichshain, wo ich munter meinem Standardprogramm nachging und mir lässig einen keulte. Seit 10 Jahren kannte ich Suse nun schon, meine große Jugendliebe, die ich bis dahin geradezu vergötterte und die mich aber nie so wirklich zum Zuge kommen ließ. Beim Wichsen aber gedachte ich dann der Ausführungen von Briese, und „seinen“ Abenteuern, woraufhin der Vergöttlichungswahn ordentliche Risse bekam und ich endlich schnallte, dass die Alte doch auch nur eine kleine Durchschnittsdrecksau ist wie alle, genauso wie Du und ich.

Gesagt, besser gesagt, gedacht – getan, und auf die Schnelle als Onaniervorlage eine völlig verwegene Geschichte im kranken Hirn gebastelt, die aber irgendwann anfing recht seltsam real zu wirken. Kurz um, derartig verstört störte mich dann auch nicht mehr der Gedanke oder die Idee, diesen Scheiß einfach mal in Echt zu probieren. Denn Versuch macht Kluch’, dass wusste ich sogar noch mit verwixxter Nille in der einen und einem Schreibgerät in der anderen Hand, was im Grunde auch normal war, da ich Papier und Stift eigentlich stets am Mann trug, genau wie den Mann. Ich wusste aber dennoch gar nix. Weder ob sie noch dort wohnte, bei Mama und Papa, noch, ob die Telefonnummer noch stimmte oder gar verzwickteres, wo ich beispielsweise die paar Hunderter für notwendige Drogen herbekommen sollte, ja nicht einmal ob es diese auch heute dort gäbe, wo ich hoffte. Ich hatte also als Grundlage absolut GAR NICHTS, und wissen tat ich noch viel, viel weniger. Doch solcherlei „Nebensächlichkeiten“ hatten mich schon in der Vergangenheit überhaupt nicht irritieren können und so machte ich mich völlig Naiv und Unschuldig ans schreibende Werk, wobei jedoch meine Lenden nur ständig lautstark Erlösung forderten. Ich ignorierte alles. Vernunft, Trieb und Umstände. So schrieb ich also diesen Brief, mit dem Vorhaben, wenn alles wie geplant klappen sollte, ihr den am selben Abend noch zu übergeben, wenn wir beide auf eben auf jenem Turme wären, auf dem die Geschichte auch begann. Allerdings NUR dann und dort.

 

Und wahrlich, ich sage euch, genauso wie geschrieben ist es auch geschehen – ALLES...!!

Beim allerersten Versuch erreichte ich meine alte Angebetete. Bekam vierhundert Mark in die Finger, konnte ohne Probleme erst Speed und noch woanders Hasch einkaufen. Suse kam sogar pünktlich und keine vierundzwanzig Stunden später saß ich mit ihr auf diesem scheiß Spielplatzturm, wo alles begann und wo es nun zu Zweit weiterging ...    

 

 

 

 

 

 

 

(Original Abschrift eines Briefes...

- mit sämtlichen grammatikalischen Katastrophen, Rechtschreibfehlern, inklusive jeder schamvollen Peinlichkeit, frei interpretiert, in der dritten Nacht mit Riesenständer und ohne Kenntnisse der uralten Steinzeitregeln in deutscher Schreibkunst -

...der aber zu einem oder vielleicht sogar zu DEM unglaublichsten Sexabenteuer führte, für das ich jemals literweise Flüssigkeiten vergießen durfte...!!

Diese damals angebetete Jugendliebe besaß zuhause eine Riesensammlung an Ameisenpost aus dem Jugendvollzug und wir haben uns im Augenblick als jener Brief entstand schon seit 10 Jahren gekannt, hatten allerdings die letzten Jahre davon keinerlei Kontakt mehr gehabt, weshalb ich damals über keine verlässlichen Informationen verfügte, ob ihre Nummer noch immer stimmte oder ob sie noch Zuhause wohnte usw., ich wusste nix, ich war einfach nur rollig! Dabei sollte sich wirklich alles noch ziemlich genauso zutragen, eben genau wie geschrieben. Denn scheiße, Mann, es war einfach verfickt magisch in jener Nacht ... !!)

 

 

 

 

 

 

Das etwas andere Jubileum...!! ()

 

10 Jahre sind für Mich an Bemerkenswertem so enorm, daß ich Dir einen Brief

mehr - zum Sammeln - schenke: einen Jubileumsbrief als Krönung!

 

 

 

Berlin,

wahrscheinlich der Freitag, am 29. im Juni des Jahres 1990!


Heute früh, im ersten Sonnenlicht, fand ich mich hier wieder, nach der dritten Nacht. Unbekümmert gab ich nochmal Kick mit dem Wasser aus dem Springbrunnen der Wasserwände. Ich rede von genau der Stelle, auf dem Platz, wo Du Dich überrascht dem Brief aufmerksam zuwendest. HÄ-HÄ ... meine kleine Burg

Versteh’ das ich nicht anders konnte, als diese Zeilen zuschreiben, die ganz sicherlich eine gewisse Ungeheuerlichkeit in sich birgen. Aber das wird diesen Brief so Unglaublich werden lassen, so daß die vielen anderen von mir (an Dich), hinter diesem hier verblassen.

Mittlerweile macht der Bürger Alltag und mein Schädel kreiselt wie toll, seit dem es über mich kam und folgender Plan entstand. Ich nenne es einfach:

„ AMEISE’s KLEINEN STREICHE “ oder ... aus Spaß wurde Ernst !!!

Die Wollust meiner Triebe macht alles; Schönheit und Harmonie! Der reifende Plan in meinen Gedanken hat dermaßen viel realistische Wirkung, daß ich nur schwer Wahrnehme, daß dieser Brief erst der Anfang ist. Mein Hirn ist ein einziges großes Wixen, wie tausende kleiner Teufel. Es ist dermaßen aufgeilend und Erregend, das ich schon fast glaube, es wäre schon geschehen. Wunderschönes Pläne Traumschmieden.

Bis ich mich vor `ner halben Stunde dabei erwischte wie ich meine Fingernagel-betten anfange zu zerfleddern, als Folge von Zwiespalt, der wie ein Harmonieräuber mir Gedanken gibt wie, was ist wenn und bla bla, kann denn das überhaupt etc., etc. kurz: ZWEIFEL!

Daraus folgen quälende Gedanken ob mein Plan gelingen würde oder nicht. Unbeantwortet und Belastend. Also fing ich an mit Stufe I. So hoffe ich nun das Du den Brief auch erhälst, denn ich geb ihn Dir nur hier, wo er auch geschrieben. Jaaaa. Somit bist Du nun also schon mitten drin im Spiel des geplanten Streiches. Soweit, daß es auch für Dich ab hier kein kneifen mehr gibt! Du mußt quasie (ob Du willst oder nicht) in irgendeiner Weise mitspielen, wobei ich denke: „Hoffentlich ist Sie kein Spielverderber!“ - denn ich werde das Spiel durchziehen müssen, wie unter abartigen Zwang, mir etwas holen zu müssen, ohne daß ich nicht mehr zu klarem Verstand komme!!

Kurz: Du hast von jeher etwas Heiliges für mich gehabt, im Sinne von unnahbar und so. Doch seit unseren letzten Mal, sind bei mir die Groschen gefallen, leider 10 Jahre zu spät, oder auch nicht, denn wir sind im Grunde Haargleich (nur das Du kein Schniepel hat)(so!). Wir hatten beide soviel Gutes und nochmehr schlechtes, so daß man sich eigendlich so zu gut kennt, doch halt: der Haken ist das Primitivste fröhnen und Erfüllen von Begierden, daß durch meine Klatsche für uns nicht möglich war. Unglaublich!!!

Da gibt es sogar einige saudoofe Vötzchen, doch selbst die wissen etwas von mir, daß Du nicht kennst. Dabei ist es etwas was ich voll drauf habe, so wie Joints bauen und sowas, etwas ganz entscheidenes in meinem Leben: „Die Hohe Schule, der Kunst des ARSCHFICKENS und Fingerfertigkeit als Königinnenfistler!!

„Nur ein Arschficker weiß um den wahren Geist einer Delikatesse!“

MARQUIS deSADE

Dieser Park. Wer hat Harmonie für mein begieriges Verlangen, die Zeit ist jetzt, einmalig und vergänglich – NUR IN DIESER NACHT HEUTE IST DIE MACHT DIE UNS TAGSDARAUF WIE AN EINEN TRAUM GEDACHT.

La La, ehy Suse, und ich muß Dich haben.

Die zunehmende Dunkelheit um mich und das nicht mehr erfassen können der Irrationalen Welt, dieses tägliche pieken von Psychos und mein immer schwächer werdender Körper deuten mir die kommende Beendigung.

Du verstehst bestimmt das ich auf keinen Fall ruhig sterben kann, in Gedenken Deines festen, kleinen supergeilen Teenypo’s ... Süßholzraspel

Ehrlich Du hast `nen Hammergeilen Hintern, der geradezu lauthals danach schreit mal die kleine Kerbe auf das Allerderbste gedehnt zu bekommen und auf unglaubliche Art & Weise, in Williger Verdorbenheit als liderliche & nimmersatte Arschvotze gebraucht zu werden. Ja – das würde ihm wohl gefallen, Deinem kleinen Popo! Mal richtig satt gefickt, bis zum völligen zervögelt werden. Einen von perversen Trieben geleiteten, völlig verderbten und zum Platzen Harten Dreckpimmel in dieses zarte empfindliche AuA-Löchlein gestopft bekommen. Das scheint unvorstellbar. Jaa ... ooh man Suse, achte auf meine Schrift. Der Gedanke allein macht mich völlig von Sinnen - das unglaubliche daran – lassen Dich meine Phantasien meine Erregung spüren?! Ich denke irgendwie schon, was??

Ooh man – Ooh man, nur noch wenige Stunden bis Du den Brief liest - wenn mein Streich gelingt. Ich verspreche Dir das diese Nacht als wundersame Schönheit, wie ein Traum und durch die einzigartigkeit unvergessen bleiben wird.

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Kinder sind hier aufeinmal, muss hinne machen

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Was Dich Ab Hier Erwartet: 

Die Anwendung eines Präparates das der Autor gleich dann vorführt. Ziel = MUSCHPOKE, d.h. soviel wie Muschi und Po sind Ratzekahl!!! Also eincremen und zum Wasserwandbrunnen zum Waschen. Dann gehen wir im Chinesischen Glockenhaus zum Jointrauchen und die Romantik dieser Anlage genießend bis ich Dir mit einer Kappe die Augen verbinde. Blind bist Du mir ziemlich ausgeliefert und das erregt mich schon wieder dermaßen ... Du mußt mir dann völliges Vertrauen schenken, ...also ich führ Dich zum Heiligen Ort wo wir dann beginnen... an diesem Ort wirst Du mir dann richtig und endgültig (für den Anfang!) absolut hilflos ausgeliefert sein. Blind durch die Kappe wirst Du noch wehrlos gefesselt; so daß Du meiner Zügellosigkeit mit Deinem Körper dienlich bist.

Außerdem : Ich will das mit der Hand beenden. Meine ganze Hand bis über’s Gelenk in Deiner extrem gedehnten, triefenden Möse. Du liegst rücklings und gleichzeitig hacke ich mein Rohling energisch und gnadenlos in das kleine zarte Loch. Dabei krall ich mich fest in Deinen Titten, zum Halten und damit Du nicht wegrutscht von den harten Stößen .... und Du fährst völlig ab – mit steinharten Tittennippeln, mit beiden Händen den Arsch weit aufreißend, zuckst Du nur noch – stammelst wirr, willst mehr und härter, bis Du meinen Namen rausschreist, daß der ganze Park bebt!!

Das alles kannst Du heute haben. Gut?!

Irgendwann will ich dann auch endlich Deinen Mund – um meine schlaffe Pelle da reinzuhängen, und mich daran erfreuen, wie ER wieder schlagartig sich zum Fickrohr verwandelt, womit ich dann – Deinen Kopf in beiden Händen fest im Griff – Dir endlich auch mal in Deine hübsche Visage hart reinhacke!!! Ja, Dein Gesicht wird dann von mir gefickt, so dermaßen zur Mundvotze mißbraucht, mit dem rigorosen Hauch von Gewalt und Brutalität – Du mußt schon mehrfach kurz würgen im Hals, doch ich knall rein wie ein Irrer, immer Härter und Tiefer bis Dir die Fresse platzt und ich mich mit Pauken und Trompeten in Deim Kopf entleere. Dir mein Klebewix gegen Gaumen und in den Schlund schieße, um dann ganz gelöst zu wirken. Auch Dein Gesicht wirkt tief zufrieden, als es mir zeigt, daß mein Reingerotztes Zeug nicht einfach nur geschluckt wird, sondern vorher auf der Zunge sich zergehen läßt.

Ich muß aufhören, noch viel erledigen, OK. AMEISE

 

PS. Liebe Susanne. - BITTE - ... sagen Sie jetzt nichts!!!

Aber gib dem jungen Mann doch schnell 1-2 Küßchen, damit er weiß Du hast den Brief ausgelesen!!!

Bey

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Schlusswort:  Was soll ich sagen, Irre war's und nach dieser Nacht, noch beim Verlassen des Parks, gestand sie mir, dass sie sich total in mich verliebt hat und es bitter bereut, 10 Jahre "verschenkt" zu haben…!!

 

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Sa

08

Nov

2014

FIESE FORMULAR _ FICKEREIEN...!!!

 

 

 Eigentlich schließe ich mich ja im Allgemeinen nicht aus, wenn es um die Vertretung der etwas aufgeweichten Überzeugung geht, in der man (Mann), kurzum, Herr von sich Selbst sein sollte. Getreu des Mottos:

Ich Bin Der Ficker...!!

Doch was sich momentan auf meinen Schreibtischen ansammelt, dem Hölzernen wie dem Virtuellen, geht wohl nicht einmal mehr auf diese ungemein berühmte und besonders verfickte Kuhhaut, wobei ich doch stark hoffe, niemals den selbigen Kniff anwenden zu müssen, dessen sich jene sympathisch verschlagene Prinzessin Dido seiner Zeit bemächtigte, um sich trickreich genügend Land zur Gründung Karthagos anzueignen, besser gesagt spitzfindig zu ergaunern.

(Ich liebe einfach diese ganzen ganz großen Kleinkriminellen der Geschichte;)

Doch fühlt es sich für mich eher dergestalt an, dass selbst ein Kuh Fell in allerfeinste Streifen geschnitten und aneinander gelegt nicht ausreichen würde, um jene Mengen an vor- und ausgedruckten Formblättern auch nur annähernd zu umschließen. Ich fühle mich einfach wie gelähmt ... und irgendwie auch wie gefickt. Obwohl ich mich überhaupt nicht entsinnen kann, wann genau ich anfing mich so tief zu bücken...!!!

Scheiße ... dabei wächst die Flut und wächst und wächst, kontinuierlich, augenblicklich, abgefuckt und es kommt überflüssigerweise ständig noch, scheinbar im Sekundentakt, ein neues Formular hinzu, wobei anfangs niemals abzusehen ist, wie dick der Kanten letztlich wird, berücksichtigt man sämtlich beigebrachten bürokratischen Vollsupport durch artig erledigte Nachweise, Beilagen und Bestätigungen. Ein einzig übler Officeverfuckungsvorgang, der sich mit schleichender Wucht und Allgewalt meiner bemächtigte und zudem währenddessen damit droht, sich klammheimlich zu verselbstständigen. Oje, auch das noch!

Da lobe ich mir doch meine Erinnerungen an die guten alten Tage der Selbstbefriedigung. Als ein Mann noch ein Mann war und kein vollvernetzter Außenposten ohne Beamtenstatus!

Insgesamt stehe ich ja im Grunde inzwischen ebenso zum „alles-richtig-mach-Weg“ - und finde es somit eigentlich auch ziemlich cool, dass mir im Alltag nicht mehr alles am Knie vorbei rauscht, wie sonst, so Anno Krug. Doch gerade jetzt wünschte ich mir fast eine ordentliche Portion des alten Wilder-Junge-Zaubers. Alleine um nicht durchzudrehen oder irre kichernd in einer Ecke hockend zu enden. Andererseits jedoch ... Fuck, ey ... werde ich wohl genauso wenig auch nicht drum herum kommen, mich irgendwann dem elenden Horror des Formularwustes wacker zu stellen, wie ein richtig echter und beinahe großer Junge... einfach so ... vielleicht ja sogar schon gleich, direkt nach dem ich mein Gemecker hier öffentlich gemacht habe, hehe...

 

Letzte Worte: So verzweifelt nicht – Ihr seid NICHT alleine...!!!    

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Sa

06

Sep

2014

HINTERHERRUF...!!!

Meiner allerältesten Freundin aller Punkrockmädchen...   Beinahe 35 Jährchen brachten wir auf unseren gemeinsamen Buckel.

Du hast mein Leben begleitet, nahezu vom Anbeginn all der vielen Jahre als Panx, durch die geilste aller Zeiten, den Anfangsjahren, bis Heute und noch weiter bis in weite Ferne.

Du bist eine Punkette wie sie im Buche steht, atmest Pank und kackst Rock, bist eben ein echter Kerl und keine Muschi, ein bilderbuchartiges Vorbild aus richtig Schrot und Korn. Wärst Du keine Frau, hättest Du sicherlich den mit Abstand größten Schwanz von uns allen gehabt. Die größten Eier hast Du jedenfalls oft bewiesen, wofür ich Dich schon immer liebte...   Bist eben nie das typische Fähnchen gewesen, wie die Fahne auf dem Turme, dreht sie sich, ob bei Winde oder Sturme...   NÖÖ, DU NICHT – da wäre wohl eher der Mast geborsten und zerfetzt, bevor Du dich völlig falsch verdrehst oder in bequemster Lüge vergehst. Nie hättest Du mit Deiner Meinung oder mit einer noch so schrägen Überzeugung zurückgesteckt und schon gar nicht, um irgendwelche Konflikte zu vermeiden. Genauso habe ich Dich stets erlebt.

(Und wer anderes behauptet, kann sich mal den Finger ins eigene Loch stecken)

DADA <3, Du warst der Fels, und zwar nicht der, der in der Brandung stand, sondern der, der am Tresen saß ... und der dabei mürrisch auf das restliche Volk blickte!!!

Genau dieses Bild von Dir habe ich im Kopf und obwohl ich genau weiß wie gut man mit Dir ablachen konnte, werde ich gerade diese „Angepisste Fresse“ von Dir wohl am meisten vermissen...!!!

Aber so, wie wir uns in dieser Welt immer wieder trafen, werden wir uns auch in der Anderen wiedersehen. Ich stell mir vor, wie Du jetzt in der Zwischenwelt bist, dort wo die coolen Kids wohnen, und wie Du mir dort schon mal einen Platz an der Theke frei hältst...

Du bist die Größte Dada und Du wirst allen sehr fehlen...   Wir sehen uns wieder,

bis bald, ergebenst Deine Ameise    

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Sa

05

Jul

2014

IM RAUSCH DER KLEINEN (BUNTEN) DINGER...!!!

 

 

  

 

 Was mich seit wenigen Monaten so übel antörnt und wovon ich immer mehr, immer weniger die Finger lassen kann. Was es womöglich auch wie Sand am Meer gibt, aber dafür Teuer! Was mich trotzdem dazu treibt immer mehr zu konsumieren und entgegen jeglichen Verstands inzwischen sogar täglich. Wovon ich nicht genug bekomme und was mich auch nicht juckt, dass ich straight in Abhängigkeit rutsche. 

Ich muss es laut gestehen (fast mit etwas Stolz!):

Ich bin extrem verrückt und total süchtig nach...

 

 

LEGO®

 

 

 Klingt vielleicht für manche merkwürdig, bei einer Type bei der man wohl eher an typische Männer-Hobbys denkt.

 

Doch nachdem mir letztes Jahr im Herbst, mein Ziehsohn Jesse das ganze alte LEGO® brachte, was ich ihm 12 Jahre zuvor überließ, hatten uns meine über hundert Jahre alten Steinzeitsteine direkt nostalgisch getoucht. Wir spielten ein- bis zweimal, und schon war der Wunsch nach einem Bausatz da. Ich wollte aber etwas Großes und fixierte mich auf einen mobilen Schwerlastkran aus der Technik-Serie. Ein ziemlich fettes Gerät aus über 2.900 Teilen, mit elektrischer Leiter, die fast bis zum ersten Stock reichte und welches wir uns im Januar nachträglich zu Weihnachten schenkten. Nach einigen Abenden, war klar, das Legospielen mein Baby nicht so geil macht, wie wir dachten, und mich das feiste fertige Modell zwar irgendwie begeisterte, jedoch auch nicht wirklich befriedigte!

Darum fiel es mir auch gar nicht schwer, nach nicht einmal zwei Wochen, dass Drecksding einfach zu zerlegen, bevor die 180 Euro unter einer Tonne Staub und TierHaar begraben wären. Es folgte ein Ausdruck der 2. Bauanleitung und ein schon deutlich flinkeres zusammenschustern vom sogenannten Optionalmodell. Jedoch wollte sich immer noch kein wirklicher Suchtfaktor einstellen. Ich war zwar schon etwas angefixt, doch alles was es so in realistischer Preisklasse gab, war mir schlicht weg zu murkelig. Zu wenig Teile. Zu wenig Endgröße. Zu wenig von allem, um wieder bis zu zweihundert Mäuse dem Konzern in den Rachen zu schmeißen. Naja, beschäftigte ich mich also erst mal mehr mit meiner parallel entwickelten Freude am Miniaturbauwerke mauern. Was mir ja auch irgendwie rangmässig zustand, nachdem ich seinerzeit im Knast das erste Jahr einer Maurerlehre mit solcher Auszeichnung absolvierte, dass man nur still staunen kann, das nicht zumindest eine Maurerkelle nach mir benannt wurde.

 

Jedoch im März, durch milden Winter mehr milde gestimmt als sonst, entdeckte ich durch Meister „Zufall“ auf Amazon ein Buchwerk, was mich nicht mehr losließ. Bestellt. Beschissen lange gewartet. Von Amazon entschuldigend retourerstattet. BummBallaBim, dann aber doch (umsonst) geliefert, wodurch ich den kleinen Makel des ausschließlich auf Englisch gehaltenen Textes großzügig verknusen konnte.

Und jetzt begann die Sucht mich doch noch zu infizieren, in solch rasentem Tempo sogar, dass mir richtig schwindelig wurde und nur noch mein Schatz wusste, was zu tun ist. Worauf sie anordnete, dass ich mir jeden Monat eines der vier Modelle bestellen dürfe - deren Bauanleitungen in astrein britischen Akzent das Buch präsentierte.

Was soll ich sagen, die kleinen bunten Plastikteilchen haben mich inzwischen voll im Griff. Und mit bunten Farben halte ich es dabei genauso wie der Erfinder der modernen Fließbandproduktion. Denn der alte Ford hat wohl zu Lebzeiten stets geANTwortet, nach der Farbe seiner Wagen befragt, die Farbe ist mir ganz egal, hauptsache Schwarz!

So ist es wohl auch kaum erstaunlich, dass die mittlerweile -fast!- drei Modelle, zumindestens 98,5% davon, in ausschließlich freundlichem schwarz das Auge des Betrachters erfreuen und dabei das technikbegeisterte Herz eines Jeden hervorlocken, um es darauf übertrieben höher schlagen zu lassen.

 

So wurde ich zum AFOL...  Adult Fan Of Lego... (Offizielle Bezeichnung der weltweit inoffiziellen LEGO® Community für Typen wie mich!).

Treibe mich auf MOC-Seiten rum (My Own Creation). Und habe selbstverständlich längst einen Account bei DER Webside des Vertrauens, für Millionen von AFOL's, unserem schwer sakralen Tempel, in dem alle Träume wahr werden, für jeden... – BrickLink.Com...!!!

Da dort der allgemeine Umgangston genauso auf scheiß Englisch wütet, wie in meinem kleinen (Bibel-)Buch, fing ich nicht nur an, trotz ziemlich peinlichdürftiger Ausländischkenntnisse, diesen Umstand zu akzeptieren, sondern begann sogar das gesamte verdammte Buch ins gewohnt deutsche zu übersetzen. Was echt besser flutscht als man meinen möchte...   denn zwei/drittel sind im Kasten. Im Rechner. HeHe.

(Werde ich nebenbei auch auf alle Fälle Autor und Verlag anbieten!)

 

Was das für ein Zauber-Stoff ist?

Was DAS wohl sein könnte, was mich derart anzeckt?

 

Das geht euch gar nichts an...   -   zumindest jetzt noch nicht...;-Punkrock

Also muss ich darum bitten: Wartet, wartet noch ein kleines Weilchen, bald kommt die Meise mit dem LEGO-Beilchen...!!!  

Nur soviel sei zum Schluss noch verraten. Ich Tier habe in der kurzen Zeit schon derart tierisch Taler rausgefeuert, dass davon auch locker eine richtige Abhängigkeit von echten Drogen hätte finanziert werden können...  

Ich Glücklicher...!!!

 

Bis bald...   ist doch lego...

 

 

 

 

 

(byebye - see ya soon)

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Do

12

Jun

2014

DER FETTE 3000er JUBILÄUMS-BLOG

 

 

 

In nicht einmal 11/2 Jahren haben sich inzwischen sage und schreibe 3000 Leute auf meine HomePage verirrt, die meisten davon sogar vorsätzlich und total freiwillig...;)

Ganz abgesehen von den zahlreichen Wiederholungstätern, die immer mal wieder rein gucken, ob regelmäßig oder sogar regelmäßig unregelmäßig, um sich ihre ganz persönliche Ameisendröhnung zu geben – mache ich ja auch so...   und ob diese sich nun dem gesunden zeitvertreibenden Unterhaltungswert hingeben, sich jene lediglich ihren Alltagshorror suchen, oder ob sogar der Eine oder die Andere von Abscheu überwältigt sei –

IHR ALLE SEID DIE ALLERGRÖSSTEN...!!!

Denn da ich mir nun einmal kaum etwas größeres Vorstellen kann, als wenn andere auf Deinen Scheiss abgehen und somit Deine Rumspinnereien allgemein sogar als „Arbeit“ anerkannt werden, da müsst Ihr doch zwangsläufig allesamt großartig sein...oder so...

Aber bevor ich jetzt so richtig sentimental werde, will ich Euch für mein cooles „A.W.Bergmann-Abenteuer“ danken, was es ohne euer Interesse sicher gar nicht mehr gäbe...   doch so kann ich mich auch noch weiterhin als „freischlafender Autor“ versuchen – und einfach weiter pennen, hehe...lol

also tausendmal Thanx, Ihr liebenswerten Irren – ICH LIEBE EUCH...

 

Eure emsige AMEISE*

 

*(...nur echt aus Xberg - So 36)

 

Ausserdem freue ich mich, aus diesem Anlass bekannt zu geben, dass wir gerade dabei sind etwas einzurühren...   nen Video, und so, mit LEGO gegen Gentrifizierung, Nazistress und Bullenterror...!!!

See ya,  xxx

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So

27

Apr

2014

NIE WIEDER "GEGEN" NAZIS...

 

 

 Gestern war ich demonstrieren! Denn als wir am Donnerstag, bei strahlendem Sonnenschein erfuhren, dass sich am Samstag braunverwirrtes Pack zusammenrotten will, um durch Kreuzberg zu flanieren, und dann auch noch durch unser SO-36, den guten Teil von X-Berg, rührte sich sofort der Lokalpatriot in mir. Da das Ganze noch unter amtlich demokratischen RECHTSverstand erteilter Genehmigung stand, ließen wir uns spontan zu einer Verabredung zur Gegen-Demo hinreißen. Irgendwie konnte es ja auch nach gefühlten 10.000 Jahren nicht schaden, mal endlich wieder etwas Flagge zu zeigen.

Was dann natürlich Samstagfrüh schon gut anfing, als mich um 8:00 mein Handy weckte, bis ich schnallte, das ist gar nicht die Weckfunktion, sondern mein Kumpel der von der Demo anrief und es war schon 10:00 Uhr. Nach Kaffee, Kacken und anderen zahlreichen Morgenritualen, fanden wir uns ebenso beim fröhlich empörten Demonstrationszug ein. Wir fanden direkt unsere Einheit und begannen auch sofort damit, unser Kommen als eine gute und notwendige Maßnahme zu loben. Das ist schließlich unser Kreuzberg und Nazis sind eh Scheiße!

Entsprechend viele „Gegen Nazis“ Parolen prangten von überall her, aber hauptsächlich wurde stundenlang auf der Heinrich-Heine Straße rumgestanden. Irgendwann standen wir dann irgendwo, jenseits der Heinrich-Heine rum und gesehen haben wir nix. Nie. Es hat sich angefühlt wie eine Mischung aus Sonntagsspaziergang und Straßenfest, ohne Buden oder Stände. Jedenfalls beendete abschließend ein Frühstück in der Rock`n Roll-Herberge unseren hochmotivierten Demonstrationswillen.

Alles in allem, ein paar gute Leute getroffen, satt, ein guter Tag!

Aber dann am Abend, beim Pupsen auf der Couch, ist mir aufgefallen, dass ich so was eigentlich gar nicht mehr machen wollte. Habe nämlich vor einigen Jahren beschlossen, es wie Mutter Theresa zu halten und nie wieder auf diese Art gegen etwas zu sein, wogegen ich tatsächlich und aus tiefstem Herzen bin. Hat was mit den Gesetzmäßigkeiten der Anziehung zu tun! Kurz: Gegenwerbung ist auch Werbung!!!

Mutter Theresa ist wohl nie einer Einladung zu Antikriegsdemos gefolgt, meinte dann immer nur, für Frieden werde ich kommen, aber niemals gegen Krieg. Auf dieser Grundlage sind wir nun der Idee verfallen, wie Cool es sein muss, wenn niemand zu einer Anti Nazi Demo käme. Wenn es einfach gar keine Sau interessieren würde, ob da nun noch eine Busladung voller Idioten tourimäßig durch Kreuzberg latscht.

Denn soviel Aufmerksamkeit haben ewig Gestrige meiner Meinung nach überhaupt nicht verdient. Keine Presseberichte, kein Fernsehen oder irgendwelche Nachrichten. Quasi kollektive Verbannung.

Nazis raus aus den Köpfen und ausschlafen für alle!

 

Einfach mal GANZ ANDERS machen...!!! 

 

 

 

...

  

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Fr

14

Feb

2014

EXTREM SÜCHTIG MACHEND - WIE SCHÖN

Vor knapp vierzehn Tagen verlor ich meine Unschuld. Meine Videogaming-Jungfräulichkeit! Meine ersten ungelenken Spielversuche an irgendwelchen Bildschirmen liegen zwar schon 30 Jahre zurück – wie Tennis, Space Invaders oder PacMan (alles, was Kneipenautomaten damals hergaben)- aber es hatte mich weder seiner Zeit, noch später, auch nur entfernt so angetörnt, dass ich dem Virus verfallen wäre.

Da wir aber, seit meinem Geburtstag im letzten Jahr, auch zu den modisch orientierten Apfelbesitzern gehören, womit mich der Smartphonewahn endlich einholte, fand ich vorletzte Woche beim Stöbern nach coolen Apps, SIMPSONS, das Spiel...   Homer hat nämlich das Kraftwerk hochgejagt und man muss dann Springfield wieder neu aufbauen...!

Vom GRATIS-Button überzeugt, keinen Fehler machen zu können, habe ich auf Installieren geklickt. Womit das Schicksal seinen Lauf nahm. Nämlich inzwischen scheine ich derart süchtig zu sein, dass mein Umfeld schon ständig mit den Augen rollt, wenn ich mit Handy abhänge oder auch noch über "mein" Springfield philosophiere! Mir gefällt das Spiel jedoch dermaßen gut, dass ich mich davon völlig unbeeindruckt gebe, wenn die „Anderen“ über mein Gebaren frotzeln und stöhnen.

Auch hatte ich zu Beginn überhaupt keine Ahnung was in solchen Spielen abgeht oder erforderlich ist. Wie man einzelne Spielzüge anlegt, wozu was gut und was wofür wichtig  ist. Was aber selbst ein alter ahnungsloser Sack noch gut gemeistert kriegt.

Mittlerweile spiele ich, wie gesagt, seit knapp zwei Wochen mit Homer & Co, und bin in Level 12. Und dazu musste ich nicht einmal rund um die Uhr den Bildschirm spielerisch quer halten.

Anfangs fand ich es noch total furchtbar, aber inzwischen gefällt mir auch irgendwie, dass Aufgaben und Hausbau teilweise bis zu 24h dauern, wodurch sich das ganze Spiel automatisch auf längere Zeit ausdehnt. Zum Beispiel kann man auf Cleatus’ Farm für 9000 Spielgeld NUR Getreide anbauen, gegen eine exorbitante Belohnung, jedoch geerntet wird erst nach sage und schreibe 60 Tagen! Fett, oder?

Aktuell laufen im Spiel ständig Sonderaktionen wegen Valentinstag. Verkacktes Feiertagsgedöns! Aber im Spiel echt rentabel. Nur bedarf es dazu möglichst auch Freunde, bzw. "Nachbarn", in deren Springfields man sich dann gegenseitig besucht, wodurch jeder lauter Extraherzen und Sonderzahlungen einstreichen kann. Somit mein Aufruf, addet mich, wenn ihr spielt oder damit anfangt Mein Spielername lautet ANTARTET...!!!

Zu sehen bekommt ihr dann den Versuch, meine dort mögliche Version von Kreuzberg nachzustellen. Denn ich will die Stadt nicht nach Vorgaben aus der Serie gestalten, sondern ganz anders! Bin selbst gespannt was dabei rauskommt. Genauso, wie ich auch schon sehr darauf gespannt bin, wie lange ich noch solch ein Simpsons-Junkie bleiben werde. Ich bin jedenfalls stark gewillt keine echten Euros für die Premiumwährung „Donuts“ auszugeben, nur um mir davon virtuellen Firlefanz zu kaufen! Allerdings habe ich auch in der Vergangenheit schon oft und äußerst vollmundig „Niemals“ prophezeit, ohne es zu halten. Keine Ahnung!

Somit kann ich zum Schluss nur zugeben, natürlich gehe ich mehrfach am Tag online, alleine um nach dem Rechten zu sehen, die Knete abzugreifen oder meine Figuren zu beschäftigen oder auch mal um umzubauen, doch das ist ja das Gute an Handys... man hat sie immer dabei...;) 

 

Für IOS & Android...

https://itunes.apple.com/de/app/die-simpsons-springfield/id498375892?mt=8 

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Di

28

Jan

2014

DIE SAGROTAN-BABYS...

Was doch heutzutage nicht alles so verboten ist. Eine staatlich verordnete Komplettkur gegen den gesundheitlichen Verfall seiner Bewohner. Schön, dass einem dadurch diese peinigende Last genommen wird, ein als Mensch selbstbestimmtes Leben führen zu müssen. Denn dass die Menschheit dafür einfach zu blöd scheint, belegt doch meiner Meinung nach schon eindrucksvoll seine Geschichte. Oder? Gerade heutzutage, inmitten des aufgeklärtesten Zeitalters aller Zeiten, sollte wirklich einjeder in der Lage sein und bla, bla, bla... Genau! Denn bis hierher werden die meisten von euch wohl schon eingepennt sein, ob des ewig gleichen Gelabers von BiBlaBlupp. So verlassen wir uns willfährig darauf, die da Oben werdens schon richten. Ist ja auch alles schön und gut. Also mein rebellierendes Punkrockherz ganz nach hinten angestellt, die pure „Vernunft“ in den Vordergrund gebracht und das Ganze mal komplett betrachtet. In aller Objektivität und Besonnenheit. Quasi fast sinnbefreit. Muss ich mir doch an den Kopf fassen und was-für-ein-wahnsinn dabei flüstern. Denn zum Beispiel, welcher Sinn und Zweck steckt wohl dahinter so krass und per se gegen Raucher vorzugehen, aber gleichzeitig auf bunten Alcopops nicht einmal Warnaufkleber zu verordnen?

Die Gesundheit und die Tradition, heißt es dann nur lapidar!

Naja, klingt für mich genauso Paradox, wie die Tatsache, mit dem Kontext auf die ständig steigenden Gemeinkosten des völkischen Gesundheitswesens, dass der ganze Hygienewahn und Desinfektionsirrsinn immer noch im Fernsehen und anderswo beworben werden darf. Denn wenn es den vorgesetzten Organen echt darauf ankäme die Gesamtkosten in den Griff zu kriegen, warum dürfen dann solche extrem allergiefördernden Mittelchen wie Sagrotan nach wie vor TV-Werbung fahren? Was Kippen schon seit den Siebzigern oder Achtzigern nicht mehr dürfen! Jedenfalls ist doch mittlerweile allgemein bekannt, untermauert von zig Studien, dass unser aller übertriebener Hygienerausch geradewegs zu trockener Haut, faden Teint und allerhand Allergien führt.

Keine Ahnung wie das Ranking der Zivilisationskrankheiten genau platziert ist, aber Allergien mischen da sicher ganz weit oben mit. Unser Körper ist nun einmal so konstruiert wie er geschaffen ist, und dazu gehört eben auch die Funktion unseres inzwischen stark verkümmerten Immunsystems. Tja, und selbst das braucht Futter! Keime und Tuberkelattacken! Somit müsste mir doch die hauseigene Gesundheitspolizei viel wichtiger sein, als die Polizei die Gesundheitsrichtlinien verfolgt.

 

Also mein Kind würde sicherlich immer Dreck und Käfer fressen dürfen. Ich würde niemals hysterisch auf 100% keimfreie Spieluntergründe achten oder mich anderweitig gesundheitsverachtend gebärden. Denn im Dreck spielen ist schließlich nicht nur Cool, sondern ebenso auch hochgradig Gesund.:) Oder ist das ganze Thema angesichts dessen, sintemal und alldieweil des globalen Weltenschmerzes, viel zu unbedeutend um Erwähnung zu finden?

Ich finde nicht! Danke...

 

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Sa

21

Dez

2013

CHRISTS vs. SCIENCE...!!!

 

 

 

 

 

Müssen wir eigentlich den Christen dankbar sein, dass sie Europa ins “finstere Mittelalter“ entließen und fast 1000 Jahre vehement jeglichen Fortschritt im Keim erstickten?

Wo stünden wir wohl heute, wenn in der Antike nicht die große Bibliothek von Alexandria abgebrannt wäre oder wenn sich das Christentum für den Erhalt des alten römischen Wissens eingesetzt hätte? Könnten wir dann jetzt schon beamen, mit Gedanken Dinge steuern oder hätten längst den Welthungerscheiß im Griff?!?

 

Ich habe vor kurzem mal wieder eine der zahlreichen Dokumentationen über römische Bauwerke im Fernsehen geschaut. Wobei ich natürlich auch nicht drum herum kam, bewundernd über deren unglaubliche Fertigkeiten zu schwadronieren. Was ja auch nicht schwer ist, wenn man alleine an die Straßen, das Panteon oder die Aquädukte denkt! Mal abgesehen von den tausenden anderen Dingen, die die damals schon ebenso böse drauf hatten. Nun war mir allerdings diesmal, beim allgemeinen Bedauern über das viele untergegangene Wissen, ein völlig neuer Gedanke durchs Gehirn gelaufen, den ich vorher noch nie in dieser Art hatte. Worauf sich mir die Frage aufdrängte: Ob es tatsächlich möglich wäre, dass damals die christliche Kirche dieses geballte und gesammelte Wissensgut als nicht erhaltenswert einstufte?

Doch vielleicht stellte sich die Kirche einfach nur zu blöde an beim Konservieren von Schriften oder hatten die größenwahnsinnigen Kirchenbrüder womöglich ganz in Echt und Absichtlich eine flächendeckende vorsätzliche Verlustigkeit in Kauf genommen?

Fragen über Fragen...

Mich ließ allerdings der Kerngedanke nicht mehr los, dass die Christusanbeter scheinbar die Gunst der Stunde nutzten, um ein riesiges Heer stumpfwilliger und übertrieben gottesfürchtiger Gläubige zu formen, die möglichst klaglos ihrer schweren Arbeit nachkämen, um stets pünktlich den berühmten „Zehnten“ abzudrücken! Dazu deren alsbald angestrebte Machtpotenzierung.

Diese und ähnlich geartete Entwicklungen der Geschichte haben jedoch, wenn ich gefragt würde, absolut nichts mit irgendwelchen Göttern und schon gar nichts mit einem einzigen omnipotenten Tausendsassawesen zu tun. Ganz im Gegenteil sogar. Reduziert man ein solches Agieren von nach Macht strebenden Ambitionen auf ein Minimum, kommt wohl kaum einer umhin, darin mehr als nur pure menschliche Gier zu erkennen. Menschen sind nun einmal von übelst schamloser Maßlosigkeit. Was doch eigentlich auch ein jeder weiß. Denn Besitz, Reichtümer und persönliche Vorteile haben weder etwas mit Gläubig sein, geschweige denn mit Religionsausübung zu tun und schon gar nichts mit den 10 Geboten oder dem ganzen anderen Gutmensch-Gepredige!

 

Wie auch immer, will ich hier versuchen etwas Struktur in meine krusche Gedankenwelt zu kriegen, indem ich meine unausgegorenen Geistesblitze einigermaßen geordnet zu Papier bringe. Also, was soll der Geiz. Hauen wir eben eine weitere wilde These raus! Aber wie immer ohne vertiefende Recherchen und einzig meinem durchschnittlichen Allgemeinwissen entsprungen. Gepaart mit einer bestechenden Logik auf gutbürgerliche Hausfrauenart!

Möglicherweise werden nun einige stark mit den Augen rollen und dabei leise „Blödsinn“ nuscheln. Doch je länger ich über das Thema nachdenke, je fester bin ich von meinem folgenden Scheiß überzeugt, selbst wenn ich immer noch nicht genau weiß, was ich von dem Ganzen überhaupt halten soll.

 

Doch fangen wir mal von vorne an (...da lass ich heute jeden dran!;-). Kurz nach der Steinzeit spalteten sich unzufriedene Juden ab und scharten sich um einen langhaarigen bekifften Fischer, der bestimmt total gut Labern konnte und dem die vorherrschenden Ungerechtigkeiten sicherlich voll auf den Sack gingen. Doch zur persönlichen Bereicherung hätte der sich wahrscheinlich höchstens ein paar gute OCB-Blättchen gewünscht und hatte sicher nie im Sinn gehabt, die Massen zu knechten, damit irgendwann nur wenige Privilegierte wie Adlige aus güldenen Schälchen schlürfen können! Das wage ich zumindest frech zu behaupten! Nur was da mal an Gutem im Untergrund gärte, sollte eine jähe Wende erfahren, nachdem Konstantin Anfang des 4. Jahrhunderts, nach einem Traum und als erster römischer Kaiser, unter dem Petrus-Symbol in die Schlacht zog (und gewann!), die Christen bekamen darauf Religionsfreiheit und durften Kirchen bauen, bis gegen Ende des 4.Jhds. Kaiser Theodosius das Christentum zur neuen Staatsreligion des gesamten Imperiums erklärte. Damit waren die Weichen gestellt. Plötzlich gab es Bischöfe, die sich ihre Kerben vergolden ließen und Päpste, denen voll die Sonne aus dem Arsch schien, weil sie von jetzt an von ehrfürchtig knienden Kaisern ihren Goldring geküsst bekamen. Quasi der Anfang vom Ende mit den guten Vorsätzen.

Parallel dazu begeisterte sich im 6.Jhd. ein Reisender und Besucher des oströmischen Reiches, namens Mohammed, ganz extrem für diese „Eine-Gott-Idee“ und begründete nach Juden- und Christentum den dritten Ableger, den moslemischen Glauben.

 

- Und nur mal so am Rande... wie abartig ist es denn eigentlich, wo doch nun im Grunde alles eine Soße ist, trotzdem gegenseitig so radikal auf Spinnefeind zu machen...!!! Jeder ist der einzig wahre Gläubige und der andere ist per se scheiße! Eine höchst traurige Lächerlichkeit, die mir eigentlich schon völlig ausreichen sollte, um keinen von denen wirklich für voll zu nehmen...! -

 

Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass irgendwelche Davids, Jesusse oder Mohammeds große Männer ihrer Zeit waren, mit guten und fortschrittlichen Gedanken und keine verschlagenen Kleinkriminellen, die sich einfach irgendwann dachten, heute eine neue Religion zu gründen, um dann am nächsten Tag abzuschöpfen und sich ordentlich fett zu machen. Sicher waren auch anfangs die Christen für hundert Jahre oder so ein recht cooler Verein. Doch sollte es ja so nicht bleiben. Bei erstbester Gelegenheit gaben sich die weiterführenden Nachfolger ihren niedersten menschlichen Bedürfnissen hin, schürten ihren Machthunger und pflegten ihren Größenwahn, nur um mit einem Aufwand an höchstmöglich krimineller Energie, den kommerziellen Erfolg einer exklusiven Elite zu sichern! Und das auch noch überflüssigerweise als den Willen Gottes anpreisend! (Heuchel-Meuchel...!) Aber es war wohl schon immer so: Hüte dich vor denen die am frömmsten tun!

 

Denn was die Juden da im Gazastreifen mit den Moslems haben oder wie die Moslems gegen die “ungläubigen“ Christen wettern und was Christen alles so im Namen des Herrn abziehen, finde ich einfach nur OHNE WORTE und wär eine eigene üble Erzählung. Aber ich will jetzt auch nicht allzu weit abschweifen. Noch liegt mein Fokus auf den Christen und ihrer heuchlerischen Rolle bei der geschichtlichen Gestaltung unseres europäischen Kontinents. Dabei ist die Grundlage meiner Überlegungen nach wie vor die Frage nach dem Warum! Mein Bedauern des Verlustes und weshalb das nur passieren konnte! Denn die alten Römer waren nun einmal, wie es auch dem Wesen ihrer Gründer entsprach, niemals zimperlich darin, sich fremdes Gut anzueignen. So auch Wissen und Fertigkeiten. Die Römer schoben auch keinen Frust, weil die Ideen nicht von ihnen kamen, sondern feierten sich höchstens für die Errungenschaften und ihren Nutzen. Ich will darauf hinaus, dass die Römer dadurch geradezu prädestiniert dafür waren, immer die aktuellste Technik ihrer Zeit zusammen zu tragen und somit stets up to date zu sein. Noch zu Lebzeiten Roms, bevor im 6.Jhd. die Grande Dâme ihrer Größe erlag und noch bevor die Stadt durch Auswanderung ihre meisten Einwohner verlor, konnte sich die Kirche dort recht erfolgreich etablieren und ganz kommod einrichten. Als neue Staatsreligion wurde das Ruder auch stringent übernommen. Uralte Heiligtümer wurden mir nichts, dir nichts entweiht und kurzerhand in christliche Kirchen umgewandelt. Klöster, also Stützpunkte, wuchsen wie Unkraut im gesamten Reich. Bischöfe lancierten zu kleinen Königen und Päpste bekamen Pipi in die Augen, ob ihrer ähnlichen Macht und Bedeutung, wie die Caesaren selbst! Das Wechselspiel lag wohl auch darin, dass die Christen über ein unheimliches weites und gut funktionierendes Netzwerk verfügten, welches den Herrschenden entgegen kam und stets gute Dienste leistete. Jedenfalls besaß die Kirche Zugang zu jeglichem Wissen und hat auch sicherlich nicht umsonst Latein zur Kirchensprache erhoben. Bis dann aber doch irgendwann, sämtlichen Göttern zum Trotze, das Römische Weltreich elendig zu Grunde ging. Zwar streiten die Gelehrten über die Ursachen dafür bis heute. Doch ob es nun an der immer schlechter zu kontrollierenden Ausdehnung lag, den immer häufiger einfallenden Barbarenhorden oder doch an jeglichen Ausschweifungen, sei hier völlig dahingestellt und total egal. Denn derer Thesen über die “wahren“ Gründe gibt es noch viele und sie füllen hunderte von Bänden.

Ab jetzt ist mir nur noch wichtig, dass dieses riesige Weltreich geradewegs ins Vergessen schlidderte und alles Wissen mit sich riss. Ein Trauerspiel. Was ohne großen Umweg direkt im sogenannten finsteren Mittelalter mündete. Womit langsam die Massen verblödeten. Kein Lesen. Kein Schreiben. Keine Technologie mehr. Selbst der Adel kackte bald wieder aus luftiger Höhe direkt in den Burggraben. Ein einziges Desaster. Und an dieser Stelle beginnt nun meine Denke sich selbst etwas zusammen zu reimen. Denn wo oder was ist das beschissene Bindeglied in dieser Geschichte?

Ich sage: Das Christentum ist es!

Denn dass die Kirche durchaus in der Lage gewesen wäre, das gesamte Wissen lebendig zu halten, steht für mich völlig außer Frage. Auch selbst wenn ich mir ja letztlich den ganzen vorliegenden Text nur aus den Fingern sauge, besticht mich doch die Logik dahinter derart, dass ich zumindest keinerlei Zweifel mehr daran habe. Die Christen sind es. Die katholische Kirche hat schuld. Zumindest am Verlust. Ob nun aus ignoranter Doofheit oder tatsächlich aus skrupellosen Vorsatz, was ich gar nicht erst ernsthaft bewerten will. Echt nicht;)...  

Doch ich stelle laut die Fragen:

Hat womöglich wirklich irgendwann die Kirche entschieden, 50 Millionen Stumpfies, die in ihrem eigenen Sud vegetieren, wären viel leichter zu drangsalieren als aufgeklärte Bürger, Dissidenten und Freigeister...?

Wenn es der Kirche um die Verbreitung ihrer Lehren gegangen wäre, hätten sie dann nicht auch, wie die Juden, ein Interesse daran haben müssen gegen den umsichgreifenden Analphabetismus vorzugehen, damit so viele Gläubige wie nur möglich die Lehren selber studieren können...?

Andererseits: Menschen mit etwas in der Birne, mit Zugang zu Ideen und geförderter Kreativität, könnten ja auch irgendwann mal anderer Meinung sein und sich uneinsichtig geben. Wieviel leichter ist doch dann der Umgang mit Unwissenden, die vor geschürter Furcht vorm Fegefeuer zu allem Ja und Amen sagen. Was ja nun auch hunderte von Jahren ganz hervorragend funktionierte. Die durch ärgste Unterjochung erpressten Güter und Mittel führten jedoch nicht nur einzig zu enormen Wohlstand weniger Kirchenämter, sondern stellten auch die Basis zur Anhäufung unfassbarer Reichtümer. Besitz und Ländereien. Ohne Ende. Ganze Orte und Gemeinden. Alles gehortet für wenige Nutznießer und die ganz große Propaganda. Ich meine deren allgemeine Selbstdarstellung. Zum Beispiel durch Kirchen! Diese verblüffend abartigen Gotteshäuser, unnötig übertrieben strahlend durch opulenten Glanz und Gloria. Alleine für Kosten und Aufwand der Herstellung von kunterbunten Fenstern, um auch dem “dummen“ Volk die Botschaften reinzudrücken, hätte man bestimmt ebenso einen Lehrer für Lesen und Schreiben ausbilden lassen können!

Oder sollte man sich an dieser Stelle einfach mal über die ersten Comics der Welt freuen? Ich weiß es nicht. Und sicherlich sollten noch tausend andere Hintergründe für eine Urteilsbildung mit einbezogen werden. Aber genauso wie ich nur eine ganz einfache und simple Type bin und so wie ich die Anliegen der Religionen verstehe, hätten meiner Meinung nach die christlichen Oberkirchenknechte die verdammte Pflicht und Schuldigkeit gehabt, alles zu tun, um sämtliches altes Wissen zu konservieren und vor allem auch zu transportieren, also zu verbreiten. Doch wenn ich ans tiefe Mittelalter denke, fallen mir nur zwei Dinge ein, die hauptsächlich weiterentwickelt wurden. Kathedralbau und Waffentechnik. Alles andere wurde unterdrückt, ausgelöscht oder schlimmeres, wie die Verfolgung und Bestrafung wegen Ketzerei. Erst die wissbegierige Hartnäckigkeit der menschlichen Natur nach geistiger Expansion, hatte dann wieder im Laufe der Zeiten dafür gesorgt, dass sich wissenschaftliches Engagement und andere Erkenntnisse ihren Weg zurück an die Oberfläche bahnten. Entwicklung und Evolution lassen sich nun einmal nicht dauerhaft unterdrücken, egal wie stark versucht wird zu bremsen. Naja, und was sich die Kirche sonst noch in den letzten zweitausend Jahren alles aufgeladen hat, wie Heilige Kriege, Hexenverbrennungen, Ablassverkäufe oder Knabenliebe, kann ich ehrlich gesagt kaum begreifen und echt nur still staunen, dass diese Brüder immer wieder aus allem so ungeschoren herauskamen (und -kommen) und nach wie vor unbeflecktes und höchstes Ansehen in unserer Gesellschaft genießen.

Jedoch... wenn nun mal über eine Milliarde Scheißhausfliegen sagen, der Haufen da ist voll lecker, dann ist das eben so!

Nur sollte jetzt noch keiner deshalb verzagen, denn jeder kann glauben und quatschen was er will und so sollte es auch “wenigstens“ bleiben.

Annuit Coeptis.

 

Puh. Um Gottes Willen, war das eine ätzend schwere Geburt, doch Himmelherrgott, kann nun jeder selbst entscheiden, was es heute alles für obergeile fantastische technologische Möglichkeiten gäbe, ohne jenen kirchlichen Eingriff, und in welcher Welt Du jetzt lieber wärst...  

Gott sei Dank...

 

 

 

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Fr

29

Nov

2013

HAKENKREUZE IM ALLTAG...

Es gibt aber noch eindeutigere!
Es gibt aber noch eindeutigere!

Schon seit ewigen Jahren fallen sie mir überall und immer wieder auf. Ich denke dann jedes Mal, das darf doch wohl nicht wahr sein. Immer wieder drängt sich mir dann die unausweichliche Frage auf, ob es tatsächlich sein kann, dass das sonst niemand andererem auffällt.

Ich meine, da gibt es immerhin jene Typen, die bei dem Grundentwurf in irgendeiner Form involviert waren. Ferner kommen dazu die Massen an Arbeitern, die ständig mit diesen ein Meter großen Hakenkreuzen zu tun haben, während des gesamten Produktionsablaufes. Und ab hier wird es doch eigentlich schon voll unglaublich, oder? Damit sind wir aber noch lange nicht am Ende der Mitwisser-Kette angelangt. Denn mal von irgendwelchen Transportfuzzis ganz abgesehen, gibt es doch noch die Gesellen, die diese Hakenkreuz-Drehkleidergestelle auspacken, aufbauen und aufstellen (leer!). Jedoch wollen wir auch nicht die vielen ungezählten fleißigen kleinen Bienchen vergessen, die da tagtäglich nicht nur braune Hemden dran aufhängen, sondern von diesen Ständern zudem viele kunterbunte Klamotten verkaufen.

Aber... Ey, kann das echt sein, dass bei den vielen Millionen von kleingeistigen Einscheissern - die unser schönes Land zwangsläufig mitbevölkern - kann es da wirklich sein, dass diese Ständer bislang noch niemandem sonst aufgefallen sind, jemanden, der sich dann befleißigt fühlen könnte, darauf völlig angepisst ein Riesenfass aufzumachen, um dagegen vorzugehen?

Aber hat ja vielleicht echt noch keiner gesehen, und so fühle ich mich eben angespornt, es endlich an die "Große Glocke" zu hängen. Obwohl es mir nach wie vor schwer fällt, trotz ausgeprägter Phantasie und Vorstellungsgabe, als einziger zu sehen, was es da zu sehen gibt.

Oder aber, völlig abartig und absurd, vielleicht, aber nur vielleicht, ist es ja so etwas wie eine unheimlich heimliche Unterwanderung des braunen Sumpfes, zur subtilen Verbreitung ihres ideologischen Symbols im Alltag der unverdorbenen Masse!

Jaja, schon gut, ich weiß, dass das viel zu weit hergeholt ist.

In Wahrheit würde dann wohl noch eher wahrscheinlich sein, dass irgendwann vor Jahrzehnten irgendein fetter selbstgefälliger und übriggebliebener Altnazi im Kleidungsgewerbe Fuß fasste, und sich seit dem ständig selbst befriedigt, seit ihm als Auftraggeber der Coup mit den Klamottenständern gelungen ist!

Ich denke so oder so wird es gewesen sein, wenn nicht sogar völlig anders. Ich finde es allerdings total lustig oder völlig krass, in Zeiten wo man unbedingt kundig sein sollte, welche Schnürsenkel, T-Shirt Marke, Farbe oder Band man trägt, dass diese unterschwellige Botschaft einfach immer weiter bestehen bleibt.

Scheiß drauf (!)... ist doch bloß ein blöder Kleiderständer, wirst Du jetzt vielleicht sagen, aber wenn nicht alles so wäre, wie es ist, nun... dann hätte ich jetzt nix zu schreiben gehabt. In diesem Sinne, have a nice day...

 

PS. In Bezug auf unterschwellige Gefahr bei Förderung von Rassismus, beachtet bitte ebenso unsere aktuelle Aktion... „GÖRLI GRAS GRÜN“

Neulich bei KIK...!
Neulich bei KIK...!
14 Kommentare

Mi

20

Nov

2013

JOBCENTER WEGGEBOMBT...!!!

Eben erfuhr ich von der hochplakativen Headline: „Sonntagabend wurde das JobCenter in die Luft gejagt! Scheiben zerbarsten und Briefe flogen!“

In meiner ganzen naiven Niedlichkeit sah ich direkt einen angegnatzten typischen Kreuzberger Jung vor meinem geistigen Auge, der völlig außer sich vor Rage einen amtlichen Molli im Amt zerschlug. Doch die Wahrheit war ja fast noch irgendwie cooler und vor allem wesentlich filigraner angelegt.

Der Tatort. Das JobCenter Friedrichshain/Kreuzberg in der ehemaligen Kochstraße. Nacht. Aufgehebelte Fenster. Wahrscheinlich verdächtiges geschleiche und getue. Plötzlich. Eine mörderische Explosion zerriss die Stille der Nacht, gefolgt vom tödlichen Bersten zahlreicher Schaufenster-scheiben, die durch den gewaltigen Spreng-Druck samt Rahmen heraus-gedrückt wurden. Überall lagen dann Scherben, verbogene Teile und es flogen Briefe umher.

Der Hintergrund. Die dort ansässigen Geldautomaten.

Was angeblich inzwischen bekannt ist, dass entweder eine oder zwei Geldkassetten fehlen, ebenso wie 20.000€, oder vielleicht sogar eine ganz andere Summe?!

Anyway. Dabei werden von den Bullen dringend tatverdächtigt, zwei unbekannte maskierte Personen. J Vielleicht waren es ja wirklich zwei angepisste X-Berger!

Also Sachen gibt’s. Und bei Amt fällt mir noch die Post ein. Die hatten doch gestern echt einfach zu. Und keinen Zettel an der Tür.

Als wenn es denen völlig egal wäre, falls es mir mal nicht egal wär! Was für unglaubliche Vorfälle dieser Tage.. 

 

 

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Di

08

Okt

2013

WAS...? ÄÄHHH...? Wie bitte...???

(Als wenn es sonst keine Probleme auf der Welt gäbe - Kopfschüttel)

Gerade eben war meine Gefährtin mit ihrem Fahrrad auf dem Oranien-Highway unterwegs. Und das auch noch absolut korrekt und eigentlich auch total den Straßenverkehrsregeln und -geboten entsprechend. Dachte sie zumindest. Denn nach einer völlig unnötigen Fickerei vor einigen Monaten, hielt sie diesmal sogar artigbrav am roten Ampelsignal an der Adalbertstraße an.

Nett und unauffällig.

Was ihr aber allerdings bis hierhin noch nicht bewusst war, sind die offenbar übermäßig gelangweilten Bullen in ihrem Fahrwasser gewesen. Obwohl das mit der übermäßigen Langeweile jetzt nur im Nachhinein unsere Vermutung oder Interpretation der Dinge ist.

Aber entscheidet selbst.

Denn nachdem sie vorbildlich die Kreuzung passierte, passierte folgendes, die Kelle kam geflogen, zusammen mit der bekannten Aufforderung, sofort rechts ran zu fahren.

Erstes Ähh... Naja, aber kann ja nichts gravierendes sein, also:

"Ja bitte, was gibt's denn, meine Herren?"

"Kontrolle", sagten die Grünen, die jetzt Blau tragen, "wir haben sie angehalten, weil sie sich während der Fahrt die Nase putzten...!" (LOL)

Die Bullen haben Daja daraufhin ernsthaft vorgeworfen, damit gegen bestehende Vorschriften verstoßen zu haben und das für "Nase putzen", die gleichen Rechtsgrundlagen gelten, wie fürs "Telefonieren während der Fahrt"!

PENG... (ohne Worte!) Dieser ganze Sketch endete dann ernsthaft in einer förmlich mündlichen Verwarnung.

Also wenn man diesen Faden stringent weiterspinnt, wundere ich mich fast ernsthaft, dass man beim Fahradfahren überhaupt noch auf einem Fahrrad sitzen darf!

So gebt denn Obacht und habt noch einen schönen Tag...

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Do

05

Sep

2013

STIEFFREUNDSCHAFTEN...!!!

Endlich Feierabend. Wir sind entspannt und machen uns locker. Als wir plötzlich darüber philosophieren, wie wir ja nun inzwischen seit über einem Jahr dabei sind, unsere eigenen und gemeinsamen Freunde zu produzieren. Menschen die nun in unser Leben stolpern und sich angenehm auffällig gebärden, so dass sie einer näheren Betrachtung würdig scheinen, sollten fortan wohl Beide begeistern.

Zumindest stellten wir eben fest, dass es sich bei uns so verhält. Was ja nun beinahe automatisch die Frage nach den „Mitgebrachten“ aufwirft. Nach den Freunden und Bekannten, die jeder mit in die Ehe einbrachte. Die jeweils neugewonnenen Stieffreunde. Meine Schwiegermama hat zwar nichts mit „Stief“ zu tun, ausser das beide mit „S“ anfangen, aber sie ist trotzdem voll lieb. Dafür haben wir beide Stiefväter, genauso wie einen coolen und lustigen Sampler aus weiteren Stiefkumpaneien und erhellenden Stieffreundschaften. Selbstverständlich fehlen in dieser Liste auch nicht Stiefbro’s, dieser Art die nichts mit Stiefbrüdern im landläufigen Sinne meint.

Was wir dann noch gemein haben ist eine Stief-Ex. Wobei mein Baby meine Verflossene ebenso mag, wie ich auch ihre. Dazu gibt es für mich zwei Stiefhunde und Stiefkatzen, und morgen gehe ich sogar zu einer Steve-Party.

Also sagt selbst, ist mein Leben nicht Stieftastisch...(!?) oder bin ich nur zu Steif, denn ich musste vorhin noch unbedingt etwas für meine aktuelle Aktion „Görlitzer Gras Grün“ recherchieren...

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Fr

23

Aug

2013

FUCK EY... VOLL UNGLAUBLICH...

Wie weit der Wandel in Kreuzberg anfängt üble Früchte zu tragen, konnte mein Mädchen gerade vor zwei Tagen am eigenen Leibe erfahren, als sie nach einem Einkauf bei Rossmans am Kotti, in einen der dort ansässigen Spät-Shops einkehrte, um dort wie schon einige Male zuvor, noch etwas Halva zu erwerben.

Also ging Daja da rein, griff sich ein Paket des begehrten Stoffes und erlag kurz darauf am Kassenbereich einem erschütternden Schockzustand, als der ältere Verkäufer frech einen Preis von 7,00€ (in Worten: SIEBEN!!!) aufrief!

Nachdem sie sich halbwegs sicher war, dass das keine Verarsche sein sollte und somit ihre Sprache wiederfand, entgegnete sie ihm, ob ihm aber schon klar wäre, dass diese Halva-Päckchen woanders zwei und gerade noch letztens bei ihm drei Euro kosteten.

Na klar wäre ihm das klar, kam darauf zurück, aber jetzt würde Halva bei ihm eben sieben Euro kosten und wenn ihr das nicht passe, könne sie sich ja verpissen (vielleicht hat er ja auch statt verpissen, wieder gehen gesagt?!:).

Die vier schick zurecht gemachten Türkenmädels, die parallel dort ihren Kaffee tranken, fragten auch direkt erschrocken nach, wieviel denn nun der  Kaffee koste, aber die hatten wohl nichts zu befürchten, weil der Hengst sich, nebenbei, vor ihnen auch als Hengst präsentieren wollte.

Jedenfalls ging mein Mädchen einen Laden weiter, der jedoch leider kein Halva hatte, wodurch sie kurz darauf unbeladen nochmals am frechen Laden vorbeigehen musste. Jetzt saß der Knecht rauchend vor der Tür und wollte sich wohl weiterhin vor den kleinen zurechtgemachten Schnecken produzieren, indem er äußerst Gönnerhaft und lautstark meiner Kleinen anbot, sie könne nun doch das Halva für drei Euro bekommen, worauf mein Schatz aber stolz große Eier bewies und dem ungehobelten Spätverkäufer schnippisch entgegnete, nein Danke, sie habe es gerade eben bei der Konkurrenz für zwei fuffzig gekauft! HeHe. HaHa. Lachte nicht nur sie, sondern auch lauthals die schicke Weibergang im Laden!

Was für ein Blödmann, hat mich zwar meine Süßigkeit gekostet, aber immerhin hat die Type NICHT zuletzt gelacht.

Keine Ahnung ob das jetzt ein Auswuchs der Gentrifizierung ist oder einfach nur ein armer stumpfer Willy...  

Egal...  Trotzdem...   Absolut Unglaublich...

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Fr

16

Aug

2013

Über Führung und Sinn von Haftanstalten

Über Führung und Sinn von Haftanstalten

 

 

Justizvollzugsanstalten sollen in erster Linie der Executive von Urteilen im Namen des Volkes dienen. Sie erfüllen damit eine gesellschaftlich notwendige Institution, um strafrechtlich auffällig gewordene und entsprechend abgeurteilte Mitbürger, so effizient wie möglich, während der Verbüßung ihrer Strafe kontrolliert zu verwahren. Haftanstalten sollen weiterhin der Instrumentalisierung von Prävention dienen. Ihr abschreckender Charakter muss von den staatlichen Organen propagiert und bestärkt werden.

 

Denn selbst in einer demokratisch orientierten Gesellschaftsform ist es unumgänglich, kriminelle Abweichler in irgendeiner Form einer Art von Gerechtigkeit zuzuführen. Sowohl für die vermeidlichen Täter, aber auch erst Recht für die geschädigten Opfer.

Der aktuelle Stand unserer kulturellen Entwicklung, hat für diesen Zweck, als höchstes Maß der Dinge, jedoch bislang noch kein probateres Mittel zur Hand, als den gefürchteten Freiheitsentzug.

Und dafür muss es mehr Haftanstalten geben.

Dort inhaftierte Menschen gelten aber trotzdem auch weiter als Mitglieder der Gesellschaft, förderhin müssen wir auch die Verantwortung für diese gestrauchelten Bürger übernehmen und uns um eine menschenwürdige Unterbringungen und Versorgung kümmern. Mit vernünftigen Aufgaben und Konzepten, mit relevanten Chancen auf Möglichkeiten zu einer umfassenden Resozialisierung des einzelnen gefangenen Individuums.

 

Wir sind ein moderner Staat in einem modernen Europa und wir dürfen nicht die Augen vor den Problemen in der Welt und im System verschließen. Darum müssen wir auch in solche Projekte wie modernere Vollzugsmaßnahmen investieren, um uns, unseren Kindern und Kindeskindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

 

Für ein vereintes Europa und einen verständnisvolleren Umgang!

Wähle darum Liste 0, die christuslutschende CDU

 

 

 

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Di

30

Jul

2013

Das ist der Stolz des...

Der erste Schritt ist getan. Yeah. Letztens bei der Promo-Lesung für den DreckSack im Goldenen Hahn, kamen zwei Menschen, die jeder ein Heftchen und eine CD kauften und sich darauf als Pärchen entpuppten. Wer das schon abgefahren findet wird gleich staunen, denn dieses Pärchen entpuppte sich dem riesigen Buchladen auf dem Oranien-Highway zugehörig. Sie bekundeten völlig aus dem Häuschen ihr Interesse an mir und schnell war eine Vereinbarung getroffen, woraufhin ich einige Tage später wie vereinbart

10 Heftchen, 10 CD's und Werbemittel vorbei brachte.

Zu meiner unsäglichen Freude verfrachteten sie meinen Scheiß nicht nur direkt an den Tresen, sondern geradezu in die prominente Fensterfront. Mit Poster sogar...!!!  

 

Thanx to KISCH & Co...:)

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Mi

17

Jul

2013

EIN MÄCHTIGES TEIL

Nach einer unspektakulären U-Bahnfahrt stieg ich Uhlandstraße aus und ließ mich wieder, vom Strom der zahlreichen Menschen, die Treppe hoch zum Tageslicht ausspucken. Wie stets, seit vielen Jahren und immer alle sechs Wochen, hatte ich mich auf dem beschwerlichen Weg aus meinem Xberger Gettho an den stark verblassten Prachtboulevard befunden. Der alten Dame, dem Kurfürsten Damm.

Da stand ich nun. Am Ku’damm. An einer Bushaltestelle. Und wartete auf meinen Anschlussbus, der laut elektronischer Anzeige in drei Minuten erscheinen sollte.

Durch einen iPod im Ohr grenzte ich mich erfolgreich vom Heer der Wartenden ab, als im fließenden Verkehr ein fetter weißer Sattelschlepper langsam des Weges daherkam. Diese ewiglange leere Tiefladerfläche fiel mir dabei besonders auf.

Ein mächtiges Teil.

Doch beim vorübergleiten, dachte ich, ich traue meinen Augen nicht. Unwillkürlich musste ich lauthals ablachen, was allen Umstehenden ganz genauso erging, wie ich trotz stöpselverstopfter Gehörgänge deutlich hören konnte.

Denn seine einzige Ladung war ein Bobby-Car. Ein orginalgroßes Spielzeugauto.

Mittendrauf und dazu noch mit professionellen Spanngurten amtlich abgesichert.

Die Erheiterung hielt dann auch an, weil der Truck an der Roten Ampel halten musste. Glücklicherweise, denn so konnte mir auf den letzten Drücker noch rechtzeitig einfallen, was mein Smartphone alles kann. Klick. Klick. ...und Danke!

Ich freute mich schon darauf, gleich den alten Weibern bei der Fußpflege davon zu erzählen...

Ist der Kleine süß, Mann...!!!
Ist der Kleine süß, Mann...!!!
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Mo

24

Jun

2013

DER WICHSER

Ort des Geschehens, oder der Entdeckung, ist ein großer Wohnkomplex an der Wrangelstraße in Kreuzberg – mitten im SO 36...

Bei diesem Wohnkomplex handelt es sich um eine bestens organisierte und gepflegte Anlage. Bestehend aus einem riesigen „Innenhof“, umgeben von mehreren 6-7 stöckigen Altneubauten. Diese klassischen und übelst schmucklosen Betonbunker aus den 60er und 70er Jahren. Vor einigen Jahren wurde nun dieser Riesenhof, mit viel Aufwand und erhöhten Kosten, in eine Art freizeitversprechende Chillout-Area umgewandelt. Definitiv ist Angedacht, dass sich hier die umliegenden Mieter erholen sollen und das ganze auch als Begegnungsstätte nutzen. Dafür gibt es überall neue Sitzbänke, mit allerlei grünen Rasen dazwischen, verschiedentlich durchbrochen oder hübsch gerahmt von reichlich bepflanzten Beeten und geschickt verteilten Bäumen. Abgerundet wird dann das artige Paradies durch zwei umzäunte Kinderspielplätze und einem dritten, offenen Bereich, auf dem die größeren Geschicklichkeitsapparaturen stehen. So modernes Zeug, aus fetten Holzstämmen zusammengezimmert, zum Klettern und Balancieren.

Der Hof wirkt auch wirklich nett durchdacht und verwirklicht, nur leider nicht mit dem Erfolg, dass er auch von entsprechend vielen Mietern genutzt würde. Manchmal sieht man ein bis zwei Figuren irgendwo verstohlen rumsitzen oder auch mal eine Mutter mit Kind am Sandkasten, ansonsten durchschreiten noch gerne gassigehende Hundebesitzer das Gebiet oder irgendwelche Autos parken ein oder aus.

Aber möglicherweise gibt es ja für diese schwache Frequentierung, eine unterbewusste Erklärung der abschreckenden Art, nämlich eine bestimmte Holzfigur. Denn für den intellektuell künstlerischen Anspruch, wurden keine Kosten und Mühen gescheut, und überall verschiedene grobgeschnitzte Statuen aufgestellt. Eine davon eben auch mitten auf dem größten der beiden Spielplätze.

Da steht sie nun, seit Jahren schon, verhöhnt mich jedes Mal mit ihrem enorm großen Riesenpenis, der beidhändig bearbeitet wird, und spritzt dabei immer zum Sandkasten, in Richtung der Kinder. Guckt man IHN länger an, kann man mit einiger Fantasie durchaus einen verwitterten Angler erahnen, der seine Rute salopp aus der Hüfte hält. Doch in Wahrheit müsste eigentlich jeder auf den ersten Blick sofort erkennen, was die Intention des Künstlers war, dafür ist es einfach auf unglaubliche Weise von viel zu viel Eindeutigkeit geprägt.

Also, wenn das echt „nur“ ein Angler sein soll, warum hält der dann die Angel ausgerechnet so wie einen Schwanz und hält sie nicht normal an der Hüfte und etwas noch oben angewinkelt, warum ist das Sperma am rausschießen und hängt nicht nur als Angelschnur einfach runter. Fragen über Fragen.

Doch er steht und steht und steht immer weiter. Ein echtes Kuriosum, welches mich stets aufs Neue erheitert. Meiner.

DER WICHSENDE ANGLER...

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Fr

10

Mai

2013

POPPIG BUNTE SPRITZEN...!!!

POPPIG BUNTE SPRITZEN FÜR KONSUMENTEN...???

 

Vor einiger Zeit besuchte ich, im Rahmen des Tags der offenen Tür, einen gemeinnützigen Dach-Verein. Dort waren unter anderem von den verschiedenen Projekten verschiedene Tische aufgebaut, an denen man sich informieren oder einfach nur inmitten der Produkte und Neuheiten stöbern konnte. Bis ich an einem Tisch vorbei kam, bei dem mir schon ein kurzer Seitenblick völlig ausreichte, um es einfach nicht mehr fassen zu können. Dort wurden ernsthaft angeboten,

 

            Einwegspritzen in quietschbunten Neonfarben...

 

Stellt es euch bitte kurz vor und überlegt mal, was eure ersten Gedanken dazu sind? Also ich hatte ganz tief Luft geholt und dabei ganz demonstrativ meinen Kopf geschüttelt. So stand ich dort, bei diesem Präventiv-Projekt, war umzingelt von schwerüberzeugten Sozialarbeitern und starrte auf die ausgesucht grellfarbigen Spritzenmodule.

 

http://www.exchangesupplies.org/shoplist_hypodermic_syringes.php

 

Mein Kopfschütteln habe ich auch direkt „versucht“ zu kommentieren, wobei ich im ersten Moment gar nicht genau wusste, ob ich mich nur darüber lustig machen soll oder ob es doch noch etwas ernsthaftes dazu zu sagen gibt. Und es gibt. Nämlich auf Grund der folgenden Reaktion ALLER Sozialarbeiter.

Ich meine, dass die Industrie schon seit längerem die Süchtigen als Geschäft für sich entdeckt hat, ist ja auch kein Geheimnis. Und was mich nun fast entsetzt hat, war die geschlossen helle Aufregung sämtlich umstehender Sozialarbeiter, die sich mehr als bereit zeigten, das bunte Spritzen Konzept bis auf den Tot zu verteidigen.

Natürlich hat sich die Industrie eine Klasse Begründung einfallen lassen, um die quietschbunten Dinger und das passend quietschbunte Zubehör, wie Nadeln, Pfännchen zum Heroin-Aufkochen und so weiter, berechtigt anbieten zu können. Selbstverständlich sind die Bunten auch entsprechend teurer, doch der Gedanke dahinter rechtfertigt wohl auch das. Diese neonbunten Spritzbestecke sollen nämlich unter den Süchtigen ein Verwechseln der Spritzen quasi unmöglich machen, weil ja dann jeder in der Ballerbande eine andere Farbe haben würde. (Nur dürfen die Steif geballerten dann nicht vergessen welche Farbe sie hatten!!) Also so ein Quatsch. Das ist doch lediglich ein neuer Dreh der Industrie um mehr Radatten zu scheffeln. Wie schon immer. Man muss nur eine gute Erklärung parat haben und schon kann man auch Scheiße verkaufen.

Und dass die Sozialarbeiter das dann auch noch so vehement vertreten und unterstützen, finde ich echt äußerst bedenklich. Ich möchte nicht wissen, wie viele es verleiten wird, weil durch die gefälligere Optik und Coolness, das Ballern womöglich aufgewertet wird. Denn mal ganz ehrlich, jeder Junkie, der schon immer auf seine „Hygiene“ beim Drücken geachtet hat, hatte auch schon immer seine Spritzen markiert. Das ist nicht nur eindeutiger, sondern auch ausreichend. Man hätte doch durchaus auch die optisch abschreckenden Klinikspritzen beibehalten können, und statt Farben Ringe oder einfache Zeichen aufdrucken...   Oder die Präventiv-Projekte sollen kleine Miniatur-Aufkleber verteilen, damit sich jeder seine Pumpen markieren kann, was in meinen Augen auch viel mehr Sinn abgeben würde.

 

Also ich empfinde bunte Spritzbestecke alles andere als Präventiv oder NÖTIG...!!!

Wie denkt Ihr darüber...???

 

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Sa

04

Mai

2013

UMFRAGE... zum T-Shirt Sortiment...

So Leute, jetzt wirds ernst...!!!   Mich würde Interessieren was Ihr von einem erweiterten T-Shirt Angebot im ANT-SHOP haltet...

z.B. hatte ich die Idee "Obskuranten" Shirts zu entwerfen, wozu ich gerne Eure Meinung hätte...   JA oder NEIN, wenn JA mit welchem Aufdruck:

"HAUPTSTADT OBSKURANT"

nur "OBSKURANT"

oder "AntArtet in Berlin"

oder wat janz anderet...??? 

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Sa

04

Mai

2013

Herzlich Willkommen zu meinem ersten Blog

Hey Freunde, Mitstreiter, Gutfinder und alle Anderen...   willkommen zum Start der neuesten Errungenschaft auf meiner Homepage...   Euer kontinuierliches Interesse an meiner Seite hat mich zu folgendem Schritt genötigt...:)

 

Hier will ich nun zukünftig ein Portal etablieren, in dem richtig ausgelassen gefeiert, gekotzt und gequatscht werden kann...   Ich will regelmäßig über Sachen berichten, die mich Bewegen, die mich Erregen und manchmal auch Erlegen...   Natürlich werde ich auch an dieser Stelle über sämtliche News eigener Projekte berichten, wie Buch, Kreuzberg/Müllberg und Ähnliches...

 

Das Besondere dabei ist für mich aber die Möglichkeit, mich jetzt auch mit Euch über den ganzen Scheiß austauschen zu können, wobei ich mich schon sehr auf interessante Kommentare, überflüssige Randbemerkungen und Verbalabfälle freue...

 

Also nochmal HERZLICH WILLKOMMEN und BIS BALD...!!!

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