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Blog-N°43

 

 

 

40 JAHRE ...

EHRENGEDENKTAG AN DIE GRÖSSTE SCHLACHT IN BERLIN

NACH DEM II.WELTKRIEG :

„BEWEGUNG 17.OKTOBER“

 

 

 

 

 

 

Ich kriege noch immer eine verdammte Gänsehaut, wenn mir die Erinnerungen an jene Tage lebendig werden, denn als der Gipfel des „Punker/Popper -Krieges“ dürften wohl die Ereignisse vom Samstag den 17.Oktobers 1980 gezählt werden. Was für ein grandioses Ende. Was für ein Haufen Ehre für so kleine Rowdys und Rebellen.

 

Im Grunde detailliert in meinem Buch (Das AMEISENBUCH-ANTartet in Berlin...) nachzulesen, weshalb ich mir auch an dieser Stelle vieles Gerede ersparen und die Begebenheiten nur in Stichworten skizzieren will.

 

Die Anfang der Achtziger Jahre aufkommende Jugendbewegung der POPPER, beg<ründet eine famos Ansammlung von Möchtemal- und Halbelitären Assis, die ihren Ausdruck in abgehobenem Kapitalismusstyle suchten. Markenzeichen waren ätzend tief ins Gesicht fallende Seitenscheitelfrisuren und Karotenhosen. Ihr Auftreten war zugespitzt Überheblich und versnobt, ihr allgemeines Selbstbildnis zeigt deutlich ihr Motto: „Wir tragen nur Markenklamotten und trinken Sekt!“

Damit wär ja eigentlich schon ein zusammen stoß quasi vorprogrammiert gewesen, aber die Saubermänner zeigten irgendwann dann doch wieviel Schmutz hinter geleckter Fassade stecken kann, indem sie zu Fünft auf eines unserer Mädels los sind, als diese sich abends alleine auf dem Nachhauseweg befand. Deren Heldenleistung brachte ihr eineinhalb Wochen Intensivstation e<in, und der Popperrbewegung per se eine allgemeine Kriegserklärung der Music-Hall Panx.

Fortan galt es nicht nur als Chic, die Skalpe Seitengescheitelter zu sammeln, sondern geradezu als Bürgerpflicht, sich diesen Popperabschaums auch physisch zu stellen.

Im Vorfeld des 17. Oktobers fanden wir unterwegs auf irgendeinem U-Bahnhof ein höchst anstößiges Plakat aushängen, wo Kund’ getan, dass am 17.Oktober 1980 am Hermannplatz in Kreuzberg die Band „The Popper“ aufspielen wolle und es zur Begrüßung noch ein Gläschen Sekt geben würde,!!!

 

GING JA SO ABSOLUT GAR NICHT

 

Erbost zog ich meinen schwarzen Edding und krickelte ohne besonderes Nachdenken eine Gegenbotschaft: „Jeder der dieses Ereignis ebenso als NO GO empfinde soll sich vorher am entsprechenden Samstag um 18:00 Uhr am U-Bahnhof Hermannplatz einfinden, um dem Ganzen einen massiven Riegel vorzuschieben. Mehre Verabredung innerhalb unserer Seilschaften zu Skins und Teds etc., ließen uns ja schon ein wenig hoffen, überhaupt noch andere Gleichgesinnte dort vorzufinden, als wir  uns bsagten Abend auf den Weg machten. Doch unser Vormarsch wurde schon eine Station zuvor gebremst, weil die U-Bahnstrecke bis auf weiteres gesperrt sei. So lifen wir den Rest des Weges zu Fuß, um am Tatort angekommen gemeinschaftlich schamlos zu Ejakulieren!

Rund Viertausend gewaltbereite Irre aus jeder Schicht der Gesellschaft fanden sich dort zur Schlachteplatte ein, in direkter Konfrontation mit 7 Hundertschaften gedrillter kampferprobter Bullen.

Nach etwa 4 Stunden alles platt Hauens, fand sich unsere Gang wieder ab 22:00 Uhr in unserem Mutterladen Music-Hall ein. Ausgiebig wurden in jener Nacht der großen Schlacht Anekdoten von der Front getauscht und Blessuren als besondere Auszeichnung der Ehre verglichen. Wir waren einfach die Allergrößten, als wir uns in dieser Feiernacht gegenseitig auf die Rücken unserer Jacken schrieben.

 

„BEWEGUNG 17.OKTOBER“

 

Anderntags stand dann auf der Titelseite einer großen Berliner Tageszeitung, der BZ, für alle die nicht dabei waren, zu lesen:

 

„Die größte Schlacht in Berlin, seit dem II.Weltkrieg!“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©31.Oktober 2020 by Ameise

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